Machtkampf um Weinversender Hawesko

17. November 2014, 07:32
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Textilunternehmer Meyer hält seinen gebotenen Preis für fair

Berlin - Im Machtkampf beim größten deutschen Weinversender Hawesko Holding will Großaktionär Detlev Meyer für sein Übernahmeangebot offenbar nicht mehr Geld als bisher bieten. "Ich werde das Angebot auf keinen Fall verändern", sagte der Textilunternehmer der Tageszeitung "Die Welt" (Montagausgabe) laut Vorabmeldung. Er halte den Preis für fair. "Ich rechne damit, dass ich einige Anteile bekommen und damit auch zum größten Aktionär werde."

Meyer will Vorstandschef Alexander Margaritoff als größten Anteilseigner verdrängen und den Kurs des Unternehmens selbst bestimmen. Er bietet dafür 40 Euro je Aktie für die Muttergesellschaft der Handelskette Jacques' Wein-Depot. Am Freitag lag der Börsenkurs bei 40,88 Euro.

Meyer sagte dem Blatt, er wolle Hawesko nicht von der Börse nehmen oder seine Aktien weiterverkaufen. Zudem bekräftigte er seine Forderung, dass das Unternehmen weniger Geld an die Aktionäre als Dividende zahlen solle. "Hawesko muss die Ausschüttung etwa halbieren. Nur so bleibt genug Geld für einen Ausbau im Unternehmen." (Reuters, 17.11.2014)

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