Nächster Patzer der Caps - Salzburg und Graz holen auf

16. November 2014, 20:52
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Wiener mussten sich Schlusslicht Ljubljana daheim geschlagen geben - Salzburg-Comeback in Klagenfurt - Graz bezwang heimstarkes Fehervar

Nach dem CHL-Aus schwächelt Tabellenführer Vienna Capitals in der Erste-Bank-Eishockey-Liga (EBEL). Nur 48 Stunden nach dem 1:4 gegen Znojmo kassierten die Wiener am Sonntag in der 18. Runde mit einem 2:3 nach Penaltyschießen gegen Schlusslicht Olimpija Ljubljana neuerlich eine Heimniederlage. Die Verfolger Red Bull Salzburg und Graz 99ers nutzten den Patzer und machten mit Siegen Boden gut.

Salzburg setzte sich auswärts gegen Rekordmeister KAC nach 1:3-Rückstand noch 5:3 durch. Graz gewann ebenfalls auswärts gegen Fehervar 5:2. Die Black Wings Linz weihten ihre umgebaute Heimarena mit einem 7:2-Schützenfest gegen Villach ein. Dornbirn rang zu Hause Titelverteidiger Südtirol 3:2 nieder. Und Innsbruck musste sich in Znojmo erst nach Penaltyschießen 1:2 geschlagen geben.

Caps kränkeln

Das Duell von Leader Vienna Capitals mit dem Letzten verlief weitaus spannender als erwartet. Womöglich auch deshalb, weil bei den Capitals aktuell der Grippevirus umherschwirrt. Die Wiener bedrängten das Tor der Slowenen zwar stürmisch (41:16 Torschüsse), Ljubljana verteidigte sich jedoch geschickt.

Die Gäste lagen bis kurz vor Schluss 2:1 voran, Kapitän Jonathan Ferland rettete die Caps aber zumindest in die Overtime (58.). Im Shoot-Out entschied dann Gregor Koblar die Partie.

Bullen-Revival

Salzburg lag in Klagenfurt 1:3 zurück und steuerte der bereits dritten Niederlage in Serie entgegen. Doch die "Bullen", die zuletzt das bittere Out im CHL-Viertelfinale zu verdauen hatten, zeigten viel Moral. Mit dem Anschlusstreffer zum 2:3 durch Thomas Raffl (47./PP) übernahmen die Gäste endgültig das Kommando und fügten dem KAC die zweite Heimpleite in Serie zu.

Die Salzburger liegen - bei einem ausgetragenen Match weniger - nur noch zwei Punkte hinter den Caps. Graz verkürzte den Rückstand auf die Wiener auf drei Zähler. Denn die Steirer beendeten mit einem klaren 5:2 die Serie des heimstarken ungarischen Teams Fehervar, das zuletzt in der eigenen Halle vier Siege in Folge gefeiert hatte.

Linzer Frustbewältigung

Die von Verletzungssorgen geplagten Black Wings Linz hatten sich zuletzt mit fünf Niederlagen in Serie im freien Fall befunden. Im Heimmatch gegen den Villacher SV schossen sich die Oberösterreicher allerdings mit 7:2 den Frust ordentlich von der Seele. Die ausgebaute Keine-Sorgen-Arena wurde somit bei der offiziellen Eröffnungsparty ganz nach dem Geschmack der Black Wings eingeweiht.

Dornbirn hatte den Heimerfolg gegen Liga-Champion Südtirol der Stärke im Powerplay zu verdanken. Alle drei Treffer der Vorarlberger fielen in Überzahl. (APA, 16.11.2014)

Ergebnisse der Erste Bank Eishockey Liga vom Sonntag - 18. Runde:

Fehervar AV19 - Graz 99ers 2:5 (0:1,1:3,1:1). Szekesfehervar, Tore: Orban (24.), Banham (41.) bzw. Walker (7./PP), Petruska (28.), Reinthaler (29.), Unterweger (36.), Ganahl (54.). Strafminuten: 7 plus Spieldauer Ejdepalm bzw. 8.

Klagenfurter AC - Red Bull Salzburg 3:5 (0:0,3:1,0:4). Klagenfurt, Messehalle, 4.109. Tore: Harand (22., 37.), Koch (27.) bzw. Raffl (34./SH, 47./PP), Walter (54.), Komarek (57.), Hughes (59./EN). Strafminuten: 10 bzw. 20.

Dornbirner EC - HC Bozen 3:2 (0:1,1:0,2:1). Dornbirn, Messestadion, 2.630. Tore: Blatny (37./PP), Bombach (42./PP), D'Alvise (54./PP2) bzw. Cullen (17.), Schofield (56.). Strafminuten: 20 plus Spieldauer Desbiens bzw. 26.

Vienna Capitals - Olimpija Ljubljana 2:3 n.P. (0:0,1:0,1:2/0:0/0:1). Wien, Eissportzentrum Kagran, 3.850. Tore: Schiechl (36.), Ferland (58.) bzw. Bishop (49./PP), Medvec (51.). Entscheidender Penalty: Koblar. Strafminuten: 4 bzw. 6.

Black Wings Linz - Villacher SV 7:2 (3:1,2:0,2:1). Linz, Keine-Sorgen-Eisarena, 4.865. Tore: Hisey (13., 21.), Murphy (16./PP), Moran (19.), Hofer (37.), Lebler (42.), Ulmer (55.) bzw. Haydar (20., 48./PP). Strafminuten: 4 bzw. 16.

HC Znojmo - HC Innsbruck 2:1 n.P. (0:0,0:1,1:0/0:0/1:0). Znojmo, 2.869. Tore: Tomas (56.) bzw. Kaspitz (26.). Entscheidender Penalty: Tomas. Strafminuten: 8 bzw. 14.

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