Frühere Leiterin der Journalistenschule kritisiert Julia Jäkel

16. November 2014, 16:16
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Ingrid Kolb, frühere Leiterin der Henri-Nannen-Journalistenschule: G+J ziehe kreativsten Mitarbeitern "Boden unter den Füßen" weg

Hamburg - Die Journalistin Ingrid Kolb hat die Chefin des Verlags Gruner+Jahr (G+J), Julia Jäkel, in einem persönlichen Brief scharf kritisiert. Wie der "Spiegel" vorab meldet, wirft sie Jäkel darin vor, "den kreativsten Mitarbeitern in Ihrem Verlag, nämlich den Journalisten, den Boden unter den Füßen weggezogen" zu haben.

Grund für Kolbs Schreiben ist die Entlassung von 25 Mitarbeitern bei "Geo" und "Brigitte". Bei der Frauenzeitschrift soll es künftig keine Redakteure mehr geben, die ausschließlich schreiben. Kolb (73), leitete bis 2006 die Henri-Nannen-Journalistenschule. Einige der Gekündigten wurden von ihr ausgebildet.

Viele der Fälle machten sie "sehr zornig", heißt es in ihrem Schreiben. Jäkel übersehe oder verdränge, "dass die besten und erfolgreichsten Magazine und Zeitungen von Menschen gemacht werden, die sich mit ihrem Blatt identifizieren". Kolb verweist auf ein internes Papier, demzufolge ausschließlich schreibende Redakteure bei Brigitte künftig entfallen. "Genauso gut könnte die Lufthansa sagen: ,Fliegende Piloten entfallen.'" G+J wollte sich laut "Spiegel" nicht zu dem Brief äußern. (red, derStandard.at, 16.11.2014)

  • Julia Jäkel verantwortet die Entlassung von 25 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen bei "Geo" und "Brigitte".
    foto: apa/hans punz

    Julia Jäkel verantwortet die Entlassung von 25 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen bei "Geo" und "Brigitte".

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