USA fliegen Ebola-infizierten Arzt aus Sierra Leone ein

16. November 2014, 08:53
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Martin Salia soll in einer Klinik in Omaha behandelt werden - Kongo erklärt sich für Ebola-frei

Washington/Freetown/Conakry - Die USA haben einen den Ebola infizierten Arzt Martin Salia aus Sierra Leone zur Behandlung nach Nebraska geflogen. Der Mediziner soll in einer Klinik in der Stadt Omaha behandelt werden, in der bereits zwei andere Ebola-Patienten erfolgreich betreut wurden.

Nach seiner Ankunft wurde er in eine Isolierstation des Nebraska Medical Center gebracht, wie dessen Sprecher Taylor Wilson am Samstag bestätigte. Der Patient sei wahrscheinlich schwerer an dem Virus erkrankt als die anderen neun Menschen, die bisher in den USA wegen Ebola behandelt wurden. Acht davon wurden geheilt, ein Patient starb.

Kongo erklärt sich für Ebola-frei

Die Demokratische Republik Kongo hat sich unterdessen für Ebola-frei erklärt. Der dreimonatige Ausbruch der Epidemie habe mindestens 49 Menschen das Leben gekostet, erklärte die Regierung am Samstag. Seit dem 4. Oktober seien aber keine neuen Fälle mehr registriert worden, sagte Gesundheitsminister Felix Kabange Numbi.

Er warnte jedoch: "Das Ende der Epidemie bedeutet nicht, dass wir vollständig außer Gefahr sind." Wie jedes andere Land werde auch die Demokratische Republik Kongo weiter von Ebola bedroht.

Am 24. August hatte die Regierung in Kigali Infektionen mit Ebola gemeldet. Der Ausbruch war aber unabhängig von dem, der in Westafrika bereits mehr als 5000 Menschen das Leben gekostet hat.

Unterstützung aus Russland

Russland liefert im Kampf gegen Ebola Ausrüstung für ein komplettes Krankenhaus an Guinea. Kremlchef Wladimir Putin wies die Regierung am Samstag am Rande des G20-Gipfels in Australien an, die Hilfe bald auf den Weg in das westafrikanische Land zu schicken, wie Präsidentensprecher Dmitri Peskow mitteilte.

Das Krankenhaus sei speziell für den Umgang mit gefährlichen Infektionskrankheiten gerüstet und ein Geschenk, sagte Peskow der Agentur Interfax zufolge. Das Verteidigungsministerium teilte mit, es solle mit drei Flugzeugen ausgeliefert werden. Die G20-Teilnehmer erklärten, sie wollten "das Nötige" im Kampf gegen die Seuche tun. (APA, 15./16.11.2014)

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