England bleibt klar auf Kurs

15. November 2014, 21:12
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"Three Lions" gewinnen auch vierte Partie in EM-Qualifikation - Spanien, Schweiz und Slowakei erledigen Pflicht

London - England ist in der Fußball-EM-Qualifikation weiter bärenstark unterwegs. Die "Three Lions" feierten am Samstag im Topspiel der Gruppe E gegen Verfolger Slowenien einen 3:1-Erfolg und gewannen damit auch ihre vierte Partie. Im Mittelpunkt des Spiels im Londoner Wembley-Stadion stand Kapitän Wayne Rooney, der bei seinem 100. Einsatz im Teamdress auch einen Treffer erzielte.

Rooney sorgte nach einem unglücklichen Henderson-Eigentor per Kopf (58.) quasi im Gegenzug für den Ausgleich (59.). Der Stürmer war vom Elfmeterpunkt erfolgreich, nachdem er zuvor selbst zu Fall gebracht worden war. Es war sein 44. Teamtreffer, er zog damit in der ewigen Bestenliste mit dem drittplatzierten Jimmy Greaves gleich. Nur Bobby Charlton (49.) und Gary Lineker (48.) liegen noch vor ihm. Den Sieg fixierte Danny Welbeck mit einem Doppelpack (66., 72.). Bei den Verlierern, die ihre zweite Niederlage kassierten, spielte Salzburgs Kevin Kampl im Mittelfeld durch.

"Mein Ziel ist Titel zu gewinnen, aber es macht mich auch sehr stolz unter jenen Spielern zu sein, die 100 Länderspiele absolviert haben", sagte Rooney. Es sei immer wieder eine Ehre, das Teamdress zu tragen. "Das möchte ich noch für einige Jahre machen, und ich glaube, dass ich noch viel mehr erreichen kann", so der Manchester-United-Stürmer.

Rooney ist der jüngste Spieler überhaupt in der englischen Geschichte, der die 100-Spiele-Marke geknackt hat. In der ewigen Einsatzliste liegt der 29-Jährige auf Rang neun, den Rekord hält Goalie Peter Shilton mit 125 Spielen. Rooney hatte seine erste Partie mit 17 Jahren und 111 Tagen in einem Freundschaftsspiel gegen Australien im Upton Park am 12. Februar 2003 gegeben. "Jeder Spieler, der 100 Mal für England gespielt hat, verdient das Prädikat großartig", sagte England-Teamchef Roy Hodgson.

Im Parallelspiel erkämpfte sich San Marino zu Hause in Serravalle gegen Estland mit einem torlosen Remis einen Punkt. Es war der erste Punktgewinn in der EM-Qualifikation überhaupt, nach zuvor 60 Niederlagen in Folge. In der WM-Qualifikation hat der Fußball-Zwerg in seiner Geschichte auch erst zwei Punkte (gegen die Türkei/0:0 und Lettland/1:1) geschafft.

In der Gruppe C gab sich Spanien wenige Tage vor dem Testduell mit Deutschland keine Blöße. Der Europameister besiegte Weißrussland in Huelva klar 3:0. Isco (18.) und Sergio Busquets (19.) mit einem Doppelschlag innerhalb kürzester Zeit stellten schon früh die Weichen für den Sieg. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Pedro Rodriguez (55.) noch auf 3:0.

Die Spanier sind aber weiter nicht an der Tabellenspitze, halten genauso wie die Ukraine, die bereits zuvor in Luxemburg 3:0 gewonnen hatte, bei neun Punkten. Matchwinner der Ukraine war Andrij Jarmolenko, er erzielte alle drei Treffer (33., 53., 56.) selbst.

Die Slowakei hält nach dem 2:0 in Mazedonien nach wie vor beim Punktemaximum. Juraj Kucka (25.) und Adam Nemec (38.) sorgten dafür, dass die Slowaken auf dem Weg zu einem Endrundenticket weiter in der Pole Position sind. Bei den unterlegenen Mazedoniern, die weiter bei drei Punkten halten, spielte Austrias Abwehrspieler Vance Sikov durch.

In der Gruppe E feierte die Schweiz einen 4:0-Pflichtsieg gegen Litauen. Die Eidgenossen haben damit genauso wie Slowenien und Litauen sechs Zähler Rückstand auf die makellosen Engländer. (APA/Reuters, 15.11.2014)

Gruppe C:

Luxemburg - Ukraine 0:3 (0:1)
Luxemburg, Tore: Jarmolenko (33., 53., 56.)

Mazedonien - Slowakei 0:2 (0:2)
Skopje, Tore: Kucka (25.), Nemec (38.). Mazedonien: Sikov (Austria Wien) spielte durch.

Spanien - Weißrussland 3:0 (2:0)
Huelva, Tore: Isco (18.), Busquets (19.), Pedro Rodriguez (55.)

Gruppe E:

England - Slowenien 3:1 (0:0)
London, Tore: Rooney (59./Elfmeter), Welbeck (66., 72.) bzw. Henderson (58./Eigentor). Slowenien: Kampl (Salzburg) spielte durch.

San Marino - Estland 0:0
Serravalle

Schweiz - Litauen 4:0 (0:0)
St. Gallen, Tore: Arlauskis (66./Eigentor), Schär (68.), Shaqiri (80., 90.).

  • Danny Welbeck und Wayne Rooney ließen es gegen Slowenien krachen.
    foto: epa/sean dempsey

    Danny Welbeck und Wayne Rooney ließen es gegen Slowenien krachen.

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