Brasilien ist gekommen, um zu gewinnen

14. November 2014, 17:49
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Der Rekordweltmeister ist in Wien angekommen und hat den Anspruch, Österreicher am Dienstag zu schlagen

Wien - Am Freitag wurde der Besuch der brasilianischen Fußballnationalmannschaft, die seit Donnerstag in Wien weilt, richtig offiziell. Am Nachmittag wurde in Austrias Heimstätte, der Generali Arena, trainiert. Davor sprach Innenverteidiger David Luiz zur Meute, die Selecao hat rund 30 Journalisten mitgebracht. Luiz, bei Paris St. Germain beschäftigt, dürfte das Match Österreichs gegen Russland wurscht sein, es dient aber schon zum Einholen von Informationen für den Dienstag. "Es wird ein harter Kampf, ein Auswärtsspiel ist immer schwierig. Es ist schade für euch, dass David Alaba nicht dabei ist. Ein Spieler wie er kann den Unterschied ausmachen."

Nach den WM-Debakeln im Semifinale gegen Deutschland (1:7) und im Spiel um Platz drei gegen die Niederlande (0:3) befinden sich die Brasilianer dank zuletzt fünf Siegen in Folge ohne Gegentor auf dem Weg zu alter Stärke. "Es gibt in der Mannschaft einen harten Konkurrenzkampf, aber auch Harmonie. Im Moment läuft es sehr gut, doch wir müssen mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben und schon stark für die Zukunft arbeiten", sagte Luiz.

Sein Teamkollege Luiz Adriano schoss sich mit neun Saisontoren für Schachtar Donezk in der Champions League erstmals in die Selecao und feierte am Mittwoch beim 4:0 in der Türkei sein Debüt. "Ich werde alles geben, um auch weiterhin dabei zu sein", sagte der Stürmer. Er kenne keinen einzigen österreichischen Teamspieler, gab Luiz Adriano zu. "Aber die Österreicher haben sicher eine starke Mannschaft. Wir werden alles geben, um zu gewinnen, das ist unser Anspruch."

Erstmals im brasilianischen Kader scheint auch Benficas Shootingstar Talisca auf, der anstelle des verletzten Lucas (PSG) nachnominiert wurde. "Im Nationalteam zu sein, ist ein Wahnsinnsgefühl. Ich genieße jede Sekunde, die ich hier bin", meinte der offensive Mittelfeld-Mann.

Für Goalie Diego Alves geht es in Wien darum, dass seine Mannschaft auch im sechsten Länderspiel in Folge ohne Gegentor bleibt. "Es ist unser Ziel, diese Serie zu verlängern." Teamchef Carlos Dunga und Superstar Neymar wurden verbal noch nicht tätig. Neymar hat in der Generali Arena die Bälle reihenweise gekost. In Istanbul traf er zweimal und wurde sogar von den türkischen Fans gefeiert. In Wien ist eine Wiederholung nicht auszuschließen. (APA - DER STANDARD, 15.11.2014)

  • Tatsache Neymar (Mitte) und sein Chef Carlos Dunga haben den Rasen der Generali Arena betreten um dortselbst eine Trainingseinheit zu absolvieren. Sie Stimmung scheint gelöst.
    foto: apa/jäger

    Tatsache Neymar (Mitte) und sein Chef Carlos Dunga haben den Rasen der Generali Arena betreten um dortselbst eine Trainingseinheit zu absolvieren. Sie Stimmung scheint gelöst.

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