Prozess um Internet-Betrug in Wiener Neustadt endete mit Schuldspruch

14. November 2014, 14:28
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21-Jähriger hatte unter Aliasnamen u.a. Smartphones angeboten und dafür kassiert

Wegen Internet-Betruges ist ein 21-jähriger Niederösterreicher am Freitag am Landesgericht Wiener Neustadt zu 18 Monaten Freiheitsstrafe, davon sechs unbedingt, verurteilt worden. Der junge Mann hatte auf Internetplattformen Waren, die er gar nicht besaß, zum Verkauf angeboten und dafür kassiert.

Unter diversen Aliasnamen hatte der Angeklagte auf "willhaben.at" und "ebay" vor allem Smartphones und Playstations angeboten. Neun Personen fielen darauf herein. Weit mehr als 3.000 Euro sollen sie für die Technik-Geräte bezahlt haben, "die sie zu keinem Zeitpunkt bekommen sollten", so die Staatsanwältin.

Cyber-Kriminalität

Vor Richter Kurt Weisgram erklärte der 21-Jährige sein Motiv: Er sei nach einem Motorradunfall ohne Arbeit und Geld da gestanden. Und ausgerechnet durch eine Fernseh-Dokumentation über Cyber-Kriminalität sei er auch die Idee mit den Betrügereien gekommen.

Verurteilt wurden auch zwei mitangeklagte Freunde, die für den 21-Jährigen Konten eröffneten, auf die dieser das Geld der hereingelegten Internet-Kunden überwies. Die beiden (22 und 16 Jahre jung) fassten zwölf bzw. zehn Monate - jeweils bedingt nachgesehen - aus. Zudem ordnete der Richter für alle drei Angeklagten Bewährungshilfe an.

Die Urteile sind nicht rechtskräftig: Das Trio nahm die Strafen an, die Staatsanwaltschaft gab aber keine Erklärung ab. (APA, 14.11. 2014)

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