Russischer Oligarch muss länger in Hausarrest

14. November 2014, 13:18
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Staatsanwalt wirft Jewtuschenkow illegale Machenschaften vor

Moskau - Der russische Oligarch Wladimir Jewtuschenkow bleibt unter Hausarrest. Ein Gericht verlängerte die Strafe gegen den Chef des Mischkonzerns Sistema am Freitag um vier Monate. Jewtuschenkow, einer der reichsten Männer Russlands, war Mitte September unter Hausarrest gestellt worden.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm im Zusammenhang mit der Übernahme des Ölkonzerns Bashneft durch Sistema vor fünf Jahren illegale Machenschaften wie etwa Geldwäsche vor. Zuletzt wurde spekuliert, dass der staatliche Ölkonzern Rosneft Interesse an Bashneft haben könnte. Dessen Chef Igor Setschin gilt als enger Vertrauter von Präsident Wladimir Putin.

Ein einflussreicher russischer Unternehmerverband hatte den Hausarrest als politisch motiviert kritisiert und mit dem Fall des Regierungskritikers und früheren Chefs des mittlerweile zerschlagenen Ölkonzerns Yukos, Michail Chodorkowski, verglichen. Chodorkowski wurde unter anderem wegen Steuerbetrugs angeklagt und saß jahrelang in Haft. Seine Festnahme hatte das Vertrauen internationaler Anleger in Russland untergraben. Einen Großteil von Yukos hatte sich der Rivale Rosneft einverleibt. (APA/Reuters, 14.11.2014)

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