Ebola: WHO dämpft Hoffnungen bei Suche nach Medikamenten

14. November 2014, 12:21
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Wenige aussichtsreiche Kandidaten - Weitere Tierversuche notwendig

Genf/Freetown/Conakry - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Hoffnungen gedämpft, schon bald ein Medikament gegen Ebola zu finden. Derzeit gebe es nur wenige aussichtsreiche Kandidaten, sagte der zuständige WHO-Programmleiter Martin Friede am Freitag in Genf.

Jene Medikamente, für die es bisher aussagekräftige Daten gebe, seien nicht in den nötigen Mengen herstellbar. Für die meisten ausreichend verfügbaren Mittel seien aber noch Tierversuche vor allem an Primaten nötig. Insgesamt liegt der WHO eine Liste von mehr als 120 experimentellen Medikamenten vor.

Standards im Krankenhaus gewährleisten

Ein Komitee aus Wissenschaftern hatte am Mittwoch und Donnerstag bei der WHO über mögliche Behandlungen gegen Ebola beraten. Besonders wichtig ist nach ihrer Einschätzung ein hoher Standard bei der Krankenhausversorgung, der in den Ebola-Gebieten Westafrikas kaum gewährleistet sei.

Diese Situation müsse auch bei Medikamententests berücksichtigt werden, warnte die WHO. Gewisse Behandlungserfolge mit bestimmten Wirkstoffen in Europa und den USA könnten deshalb nicht einfach verallgemeinert werden. (APA/dpa, 14.11.2014)

  • Noch konnte kein Medikament gegen Ebola entwickelt werden.
    foto: reuters/ricardo rojas

    Noch konnte kein Medikament gegen Ebola entwickelt werden.

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