Vier Wochen mit dem Toyota Auris Hybrid

Userartikel17. November 2014, 10:16
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Johannes Liebermann war einen Monat lang mit einem alternativ angetriebenen Auto unterwegs

Das sportliche Fahren ist für den Toyota Auris Hybrid eher eine Fremddisziplin, denn es handelt sich um ein stufenloses Automatikgetriebe. Bei diesem hat man keinen Einfluss auf die Gangwahl. Denjenigen unter den Lesern, die behaupten, man könne dieses Fahrzeug über das Gaspedal schalten, wünsche ich viel Glück – ich kann es jedenfalls nicht. Wenn man versucht, die reale Zeit für 0 auf 100 zu messen, fühlt sich der Antriebsstrang recht schwammig an, und die Automatik-Kupplung beginnt zu rutschen und riecht übel. Ich persönlich würde alleine schon aus diesem Grund lieber zu einem konventionell angetriebenen Auris greifen – aber Anforderungen an Fahrzeuge sind ja durchaus verschieden.

Was gefällt?

Ich bin durchaus positiv vom automatischen Einparkassistenten überrascht. Dieser lässt sich nach kurzer Eingewöhnungsphase sehr unkompliziert und einfach bedienen. Ich musste eigentlich nie den Parkvorgang wie beim BMW i3 unterbrechen, um die Felgen zu schonen, der Auris ließ immer genügend Abstand zum Randstein. Tempomat, Radiofernbedienung und sonstige Bedienelemente sind durchaus sinnvoll angeordnet. An die Bedienung des eingebauten Navigationssystems muss man sich aber erst gewöhnen.

Was verbraucht er?

Die von Toyota angegebenen 3,8 Liter auf 100 Kilometer waren in meinem Testzeitraum etwas fern der Realität. Die User von spritmonitor.de benötigen in etwa 5,5 Liter Benzin. Mein Verbrauch über vier Wochen lag auch in dieser Gewichtsklasse, nämlich bei 6 bis 6,5 Litern.

Fazit

Acht Wochen lang durfte ich zwei verschiedene E-Fahrzeug-Konzepte ausgiebig testen, und das nicht nur im Rahmen einer zweistündigen Probefahrt. Diese Zeit war vor allem mit dem rein elektrischen Fahrzeug überaus spannend, herausfordernd und erkenntnisreich für mich (hoffentlich auch ein bisschen für euch). Nun werde ich mir wieder die Kennzeichen für mein während der Testzeit stillgelegtes Fahrzeug holen und die gewonnenen Erfahrungen hundertprozentig beim nächsten Fahrzeugkauf berücksichtigen. (Johannes Liebermann, derStandard.at, 14.11.2014)

Hinweis: Die Autos wurden von den jeweiligen Herstellern für den Testzeitraum zur Verfügung gestellt, der Kooperationspartner Smatrics bietet den Strom für die Elektrofahrzeuge an. Der Beitrag gibt die persönliche Meinung des Users wieder.

  • Eindeutiger Look, bekannt aus der herkömmlichen Auris-Variante.
    johannes liebermann

    Eindeutiger Look, bekannt aus der herkömmlichen Auris-Variante.

  • Dem Besitzer eines Toyota Auris Hybrid stehen alle Türen offen.
    johannes liebermann

    Dem Besitzer eines Toyota Auris Hybrid stehen alle Türen offen.

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