Galway gilt als Irlands irischste Stadt

Ansichtssache18. November 2014, 16:30
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Bekannt als Irland "irischste" Stadt, macht sich Galway einen Namen als kulinarische Kulturstadt - eine Ansichtssache

Rund 210 Kilometer westlich von Dublin gelegen, am Rande Europas, kann Galway auf ein paar illustre Besucher verweisen. Darunter Christoph Kolumbus, John F. Kennedy oder die Spanische Armada.

Bekannt ist die Küstenstadt auch als "City of Tribes", da hier vom 13. bis zum 19. Jahrhundert 14 Händlerfamilien den Ton angaben. In Galway leben zudem die meisten gälisch sprechenden Menschen. Und: Nora Barnacle wurde hier geboren - Ehefrau und Muse von James Joyce.

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Die Universität zieht viele Junge Menschen in die mittelalterliche Stadt, Kultur- und Musikszene blühen trotz der Sparpolitik der letzten Jahre.

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In den zahlreichen Pubs kann es durchaus vorkommen, dass scheinbar spontan eine Band zu spielen beginnt.

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Die Festivalsaison dauert von Mai bis Oktober. Da immer mehr Touristen kommen, bietet die Stadt auch Wissenschafts- und Visual Arts-Festivals im November an. Auch einen Weihnachtsmarkt wird es geben.

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Mark Twain könnte genauso gut über Galway gesprochen haben, als er über das Wetter in New England meinte: "Wenn dir das Wetter nicht gefällt, warte einfach ein paar Minuten". Das heißt, man sollte auch in Galway sowohl Regenschirm als auch Sonnenbrille dabei haben.

Denn Galway liegt in der gleichnamigen Bucht zwischen dem Atlantik und den Twelve Pins Mountains - das macht das Wetter alles andere als langweilig.

Die Stadt gilt als Tor zur schroffen Connemara Region (Foto), während Wassersportler den wilden Ozean bevorzugen.

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Auch die Cliffs of Moher sind nicht weit entfernt.

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Galway erkundet man am besten zu Fuß. Die historischen Sehenswürdigkeiten liegen jeweils keine zehn Minuten voneinander entfernt, man schafft sie an einem Nachmittag.

Der Salthill Promenade Walk beginnt beim Spanish Arch (Foto), der 1584 als Erweiterung der Stadtmauer errichtet wurde. Weiter geht's in den Stadtteil Claddagh, wo es alten irischen Hochzeitsschmuck zu sehen/kaufen gibt. Letztendlich landet man an den drei Stränden von Salthill, einem alten Seebad.

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Von den Hügeln von Clare aus sieht man an einem schönen Tag die Aran Islands - Irlands berühmteste Inseln. Zu denen gelangt man von Ros a' Mhíl aus (rund 37 km westlich von Galway).

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Am Ende des Rundgangs kann man noch einen Sprung von den Blackrock Sprungbrettern (Foto) ins kühle Nass wagen.

Auch eine Bootstour zum Lough Corrib, Irlands zweitgrößtem See, bietet sich an.

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Die prominenten Besucher der Stadt haben ihre Spuren hinterlassen. So erinnert der "Kennedy Memorial Park" an den Besuch John F. Kennedys (Foto).

Lynch's Castle wiederum war einst das Heim der mächtigsten Stämme der Stadt.

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Während viele Touristen die Kathedrale von Galway besuchen, bevorzugen Einheimische die St. Nicholas-Kirche (Foto), wo 1477 angeblich Christoph Kolumbus gebetet haben soll.

Zwei Minuten von der Kirche entfernt steht das Haus von Nora Barnacle - Irlands kleinstes Museum.

Der weitere Spaziergang führt entlang des Flusses Corrib zu den Brigde Mills, die vor 400 Jahren errichtet wurden. Hier beginnt mit "The West" der hippe Teil der Stadt mit Bars, Coffee Shops und Restaurants, die die boomende Esskultur der Stadt widerspiegelt.

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Denn Galway hat sich zu einer Foodie-Stadt entwickelt. Erwähnenswert sind das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Aniar (Foto), McCambridges Deli und Restaurant und Kai, das Restaurant des Jahres in Irland. Allesamt haben sich auf die Verarbeitung lokaler, irischer Produkte spezialisiert. Die Schlangen vor den Lokalen können in Spitzenzeiten lang sein.

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Samstags findet vor der St. Nicholas-Kathedrale der Galway Market statt, wo man alles zu futtern bekommt, was das Herz begehrt von Doughnuts über Falafel bis hin zu diversen Curry-Gerichten. (Reuters, max, derStandard.at, 18.11.2014)

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