Massive Fehler beim Schutz des Weißen Hauses

14. November 2014, 14:35
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Organisatorische und technische Pannen - Beamtin zog Taschenlampe statt Schlagstock

Washington - Wegen eklatanter Fehler im Sicherheitsdienst hat ein ehemaliger Soldat im September auf das Gelände des Weißen Hauses vordringen können. Zu diesem Schluss kommt ein Untersuchungsbericht des US-Heimatschutzministeriums, wie die "New York Times" am Donnerstag (Ortszeit) berichtete.

Unter anderem organisatorische und technische Pannen hätten dazu geführt, dass der frühere Soldat über den Zaun des Weißen Hauses klettern und bis weit ins Haupthaus vordringen konnte. Der Mann sei nicht aufgehalten worden, weil ein Personenschützer gerade telefonierte und auch über Funk nicht erreichbar gewesen sei, da er den Ohrstöpsel gerade nicht trug.

Der Eindringling schaffte es bis ins Weiße Haus. Dort ging man davon aus, dass automatische Sicherheitstüren sofort schließen. Diese waren jedoch abgeschaltet worden. Eine Mitarbeiterin des Secret Service konnte den Eindringling dann zwar verfolgen, ihn jedoch nicht stoppen. Als sie ihren Schlagstock ziehen wollte, griff sie versehentlich zu einer Taschenlampe. Erst im East Room des Weißen Hauses konnte der Eindringling von mehreren Beamten überwältigt werden. Der 42-Jährige muss wegen des Vorfalls vor Gericht. (APA, red, derStandard.at, 14.11.2014)

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