Arnold strebt Rekordumsatz an und setzt auf Prag

13. November 2014, 17:36
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Zinshausmakler Markus Arnold rät seinen Kunden von "Share Deals" wieder ab

Im Gegensatz zu Otto Immobilien (siehe Artikel) ist ein anderer Wiener Zinshausmakler sicher, dass heuer mehr umgesetzt wird als im Vorjahr. 125 Millionen Euro strebt Markus Arnold (Arnold Immobilien) heuer an. 2013 setzte er knapp 100 Millionen Euro um, womit er Otto beim Marktanteil übertroffen hat. Eugen Otto nennt auf Anfrage des Standard für 2013 einen Marktanteil von 5,91 Prozent, was grob gerechnet knapp 60 Millionen Euro Umsatz bedeutet. Otto fügt an, dass er bei dieser Zahl "alles herausgerechnet hat, was nicht exakt unserer Definition des Wiener Gründerzeit-Zinshauses entspricht".

"Share Deals", also der Verkauf einer Gesellschaft (die im Besitz eines Zinshauses ist) statt einer Immobilie, sind im Otto-Umsatz nicht drin. Solche Deals machten zuletzt bei Arnold einen beträchtlichen Teil des Umsatzes aus. Mittlerweile rät er seinen Kunden wieder davon ab. "Da muss man besonders intensiv prüfen, damit man mit einer Gmbh nicht irgendwelche Altlasten mitkauft." Leichter sei es jedenfalls, "nur die Immobilie zu verkaufen". Arnold tut das zuletzt vermehrt auch in Tschechien, wo eine Gesetzesänderung Deals erleichtert hat. In Prag will Arnold heuer zehn Häuser verkaufen, nach "nur" sechs Transaktionen in 2013. Neben einer Dependance in Budapest strebt er mittelfristig auch Niederlassungen in deutschen Großstädten an. (mapu, DER STANDARD, 8.11.2014)

  • Dieses Zinshaus an der Ecke Neubaugasse/Richtergasse im 7. Wiener Gemeindebezirk  wechselte im heurigen Frühjahr für 14 Millionen Euro den Besitzer.
    foto: arnold immobilien

    Dieses Zinshaus an der Ecke Neubaugasse/Richtergasse im 7. Wiener Gemeindebezirk wechselte im heurigen Frühjahr für 14 Millionen Euro den Besitzer.

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