Verlängerung für Atomgespräche mit Iran

13. November 2014, 16:53
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Beteiligte rechnen mit einem Zwischenabkommen - Russland schließt Verlängerung der Gesprächsfrist nicht aus

Moskau - Die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm können nach Einschätzung von Insidern voraussichtlich nicht bis zum Stichtag am 24. November abgeschlossen werden. Westliche und iranische Regierungsmitarbeiter sagten der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag, beide Seiten würden sich wohl auf ein Zwischenabkommen einigen, das auf die vor einem Jahr vereinbarte Lockerung von Sanktionen aufbaut.

Das russische Außenministerium erklärte, es sei nicht ausgeschlossen, dass die Frist verlängert werde. "Die Umrisse einer endgültigen Einigung könnten bis zum 24. November Gestalt annehmen, aber nicht die Einigung selbst", sagte ein westlicher Regierungsmitarbeiter. Offiziell beharren alle Verhandlungsparteien derzeit noch darauf, dass eine fristgerechte Einigung möglich ist, bei der alle Sanktionen im Gegenzug für eine Beschränkung des iranischen Atomprogramms aufgehoben werden sollen. Hinter den Kulissen sind die Erwartungen jedoch deutlich gedämpfter. Der Westen wirft dem Iran vor, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms nach Atomwaffen zu streben. Der Iran bestreitet dies jedoch.

Frankreichs Außenminister Laurent Fabius sagte, er könne das Ergebnis der Verhandlungen nicht vorhersagen. Am 24. November werde das Bild klarer werden. Er hoffe auf eine Einigung, wichtige Fragen müssen allerdings noch geklärt werden. (APA/Reuters, 13.11.2014)

  • Es wird weitergeredet.
    foto: reuters/foeger

    Es wird weitergeredet.

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