Gibraltar will besser sein als Brasilien 

13. November 2014, 12:45
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Tormann Perez vor dem Duell mit Deutschland: "Unter sieben Gegentoren bin ich zufrieden" - Serbien empfängt Dänemark

Nürnberg/Belgrad - Vor dem ungleichen Duell in der EM-Qualifikation mit Weltmeister Deutschland hat Gibraltars Schlussmann Jordan Perez einen kuriosen Wunsch geäußert. Der Amateurfußballer will am Freitagabend (20.45 Uhr/live RTL) in Nürnberg nicht mehr als sechs Treffer kassieren.

"Unter sieben Gegentoren bin ich zufrieden", sagte er der "Sport Bild" und zog einen eigenwilligen Vergleich: "Dann können wir sagen: Wir sind besser als Brasilien." Der Rekordweltmeister hatte bei der Heim-WM ein historisches 1:7-Halbfinal-Debakel gegen Deutschland erlitten.

Doch für die Deutschen lief es nach dem Triumph beim Großereignis alles andere denn wunschgemäß. "Nach den verkorksten Auftritten wollen wir einen guten Abschluss haben und viele Tore schießen", erklärte Teammanager Oliver Bierhoff im Vorfeld der Partie und erinnerte damit deutlich an die Oktober-Enttäuschungen in Polen (0:2) und zu Hause gegen Irland (1:1) in der EM-Qualifikation.

Polen will vorne bleiben

Die Polen möchten indes beim Gastspiel in Tiflis (18.00 Uhr) gegen Georgien den Sieg gegen die Deutschen bestätigen und ihre Tabellenführung in der Gruppe D erfolgreich verteidigen. Doch auch Irland, das ebenfalls bei sieben Punkten aus drei Partien hält, peilt in der Auswärtspartie gegen die Schotten in Glasgow den nächsten Dreier an.

In der Gruppe I, in der noch Portugal Außenseiter Armenien empfängt, möchte Serbien nach dem Skandal-Match gegen Albanien die verlorenen Punkte nun im Heimspiel gegen Dänemark zurückholen. "Wir wissen um die Wichtigkeit dieser Partie, und dass wir gewinnen müssen", sagte Serbiens Kapitän Bane Ivanovic vor der dem Match gegen den Tabellenführer.

Nordirland will weiter träumen

Die Begegnung in Belgrad muss auf Geheiß der Europäischen Fußball-Union (UEFA) vor leeren Rängen stattfinden. Dänemarks Trainer Morten Olsen meinte dazu: "Es ist ein Vorteil, dass mich die Spieler die ganze Zeit hören können."

Ivanovic wollte sich nicht an Spekulationen beteiligen, wonach die UEFA Serbien extra hart bestraft habe, um das Team von der EM 2016 in Frankreich fernzuhalten. "Diesen Eindruck teile ich nicht", sagte der Chelsea-Verteidiger, "es hängt alles von uns ab. Gewinnen wir gegen Dänemark, haben wir wieder normale Bedingungen hergestellt." Im Siegfall würden die Serben mit ebenfalls vier Punkten, aber der besseren Tordifferenz an den Dänen vorbeiziehen.

Die UEFA hatte die am 14. Oktober abgebrochene Partie Serbien gegen Albanien wegen der gewalttätigen Auseinandersetzungen von Spielern und Zuschauern als 3:0-Sieg für Serbien gewertet. Den Serben werden aber in der laufenden EM-Quali drei Punkte abgezogen.

Die Gruppe F führt überraschend Nordirland mit dem Punktemaximum von neun Zählern an. Nach den Siegen in Ungarn (2:1) und Griechenland (2:0) treffen die Nordiren nun auswärts im Gipfeltreffen auf den Tabellenzweiten Rumänien. Ungarn empfängt im Duell um Platz drei Finnland, während die nur bei einem Punkt haltenden Griechen im Heimspiel gegen Fußball-Zwerg Färöer vor einem Pflichtsieg stehen. (APA/red, 13.11.2014)

  • Gibraltars Roy Chioplina und sein Trainer Allen Bula wollen sich von Deutschland nicht abschießen lassen.
    foto: reuters/zborowski

    Gibraltars Roy Chioplina und sein Trainer Allen Bula wollen sich von Deutschland nicht abschießen lassen.

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