Anwalt zahlt Hartz-IV-Empfängern zwei Euro

13. November 2014, 10:13
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Die Richter sahen "Lohnwucher" und "verwerfliche Gesinnung des Arbeitgebers" und schoben einen Riegel vor

Berlin - In Deutschland dürfen Arbeitgeber Hartz-IV-Empfängern nicht nur zwei Euro Stundenlohn zahlen. Auch wenn es um einen Hinzuverdienst gehe, sei eine so geringe Entlohnung schlicht sittenwidrig, entschied das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg am Mittwoch.

Ein Jobcenter hatte dagegen geklagt, dass ein Rechtsanwalt zwei Hartz-IV-Empfänger für 100 Euro im Monat als Bürohilfen beschäftigte, ihnen dabei aber so viel Arbeit aufbürdete, dass am Ende ein Stundenlohn von weniger als zwei Euro übrig blieb. Auch die Richter sahen darin Lohnwucher - samt einer "verwerflichen Gesinnung des Arbeitgebers". Das Jobcenter verlangt nun Nachzahlung. Eine Revision am Bundesarbeitsgericht ist nicht möglich. (APA, 13.11.2014)

  • Ein deutscher Anwalt zahlte Arbeitslosengeld-Beziehern viel zu wenig für ihre Arbeit, urteilte ein deutsches Gericht.
    foto: dpa/spata

    Ein deutscher Anwalt zahlte Arbeitslosengeld-Beziehern viel zu wenig für ihre Arbeit, urteilte ein deutsches Gericht.

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