Heimische Exportwirtschaft schwächelt

13. November 2014, 06:13
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Österreichische Wachstumsrate 2014 weit unter langjährigem Durchschnitt - Schwächere Exportdynamik in Österreich als in Deutschland ein Novum

Wien - Die heimische Exportwirtschaft schwächelt weiterhin, während sich die Lage der Warenexporte weltweit seit der Jahresmitte 2014 verbessert und auch die deutsche Exportwirtschaft einen Aufwärtstrend erlebt. Es ist ein Novum, dass die Exportdynamik in Österreich schwächer als in Deutschland ist, hat das IHS errechnet.

Eine quantitative Analyse der Wirtschaftsforscher des Instituts für Höhere Studien (IHS) der vergangenen 15 Jahren ergab, dass Konjunkturschwankungen bei den deutschen und österreichischen Warenexporten fast synchron verlaufen.

In den ersten acht Monaten wuchs der Export in Österreich nur 1 Prozent, während es in den Jahren der Hochkonjunktur von 2002 bis 2007 ein durchschnittliches Jahreswachstum von 8 Prozent gab. In Deutschland stiegen die Warenexporte heuer von Jänner bis August um 2,8 Prozent.

Stagnation bei Investitions- und Konsumgütern

Aufgegliedert nach Sektoren verbessert sich in Deutschland seit April/Mai der Export von Investitions- und Konsumgütern. In Österreich dagegen stagnieren die Exporte von Investitionsgütern und bei den Konsumgütern schwächt sich die Dynamik seit Jahresbeginn ab.

Im Gesamtjahr 2014 werden die österreichischen Warenexporte nominell zwar zulegen, aber die Wachstumsrate werde weit unter dem langjährigen Durchschnitt liegen, errechnete das IHS. Eine Entlastung für die österreichische Exportwirtschaft solle die derzeitige Abschwächung des Wechselkurses bringen, indem die preisbedingte Wettbewerbsfähigkeit steige. Dies betreffe vor allem das Geschäft mit den Ländern außerhalb der Währungsunion und damit könnte sich auch die Nachfrage aus Deutschland verbessern, analysierte das IHS.

In den ersten acht Monaten 2014 lagen die Warenexporte weltweit um 0,7 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Gründe dafür seien der Rückgang der chinesischen Exporte im ersten Quartal, die Exportschwäche in Südamerika und fallende Rohstoffpreise. Weiters dazu beigetragen hätten die geopolitischen Unsicherheiten in Europa und im Nahen Osten. (APA, 13.11.2014)

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