Unzufriedene Yahoo-Investoren klopfen wegen Fusion bei AOL an

12. November 2014, 13:21
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Geldgeber führten Gespräche mit AOL-Chef

Unzufriedene Yahoo-Aktionäre dringen immer stärker auf eine Fusion mit AOL. Kürzlich wurden mindestens zwei der zehn größten Investoren von Yahoo direkt bei AOL-Chef Tim Armstrong vorstellig, um Möglichkeiten für einen Zusammenschluss der beiden ins Hintertreffen geratenen Internetpioniere auszuloten. Armstrong sehe zwar die Vorteile, sagten die Investoren der Nachrichtenagentur Reuters.

Allerdings habe der AOL-Chef einem solchen Deal keine großen Chancen eingeräumt, betonten beide Großaktionäre sowie zwei Insider. Er habe angedeutet, solche Schritte nur in gegenseitigem Einvernehmen zu erwägen. Beide Konzerne wollten sich nicht dazu äußern. Erst im September war der Finanzinvestor Starboard bei Yahoo eingestiegen und hatte eine Fusion mit AOL gefordert.

Kritik an Marissa Mayer

Yahoo-Chefin Marissa Mayer versucht seit zwei Jahren, den einst führenden E-Mail- und Suchmaschinen-Anbieter wieder auf Vordermann zu bringen. Dazu hat der Konzern eine Reihe aufstrebender Internet-Firmen übernommen, um stärker junge Nutzer anzulocken und das schwächelnde Werbegeschäft genauer auszurichten. Neuster Zukauf ist der Video-Werbedienst BrightRoll, für den Yahoo nach Angaben von Dienstag 640 Millionen Dollar auf den Tisch legt.

Zuletzt wurde die Kritik am Kurs von Mayer lauter. Starboard und andere Investoren warfen ihr vor, zu viel Geld für Übernahmen und den Konzernumbau auszugeben. Sie sind der Meinung, dass eine Fusion mit AOL im Konkurrenzkampf mit Google und Facebook sinnvoller sei. Auch zwei AOL-Großktionäre sprachen kürzlich mit Armstrong darüber und machten Einsparungen von insgesamt 1,5 Milliarden Dollar aus. Starboard will zudem erreichen, dass Yahoo Beteiligungen in Asien zu Geld macht. Yahoos Börsenwert liegt bei etwa 47 Milliarden Dollar. Alleine der Anteil am chinesischen Online-Händler Alibaba beläuft sich aber auf 44 Milliarden. Der aktuelle Aktienkurs bewerte damit das eigentliche Geschäft von Yahoo nicht ausreichend, kritisieren Anleger. (Reuters, 12.11.2014)

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