Weniger Interesse an Bausparverträgen 

12. November 2014, 13:00
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Bei Neuabschlüssen ist ein Minus zu verzeichnen, dafür steigt das Interesse an Bauspardarlehen

Wien - Das Bausparen ist zwar nach wie vor die beliebteste Sparform der Österreicher, in den ersten drei Quartalen gab es jedoch mit 616.027 Neuabschlüssen einen Rückgang von 3,67 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die vier heimischen Bausparkassen verzeichneten im selben Zeitraum aber eine um 5,62 Prozent gesteigerte Nachfrage nach Darlehen. Die Auszahlungen (Finanzierungsleistung) betrugen 1,78 Mrd. Euro.Aktuell gibt es in Österreich laut Aussendung des Arbeitsforums österreichischer Bausparkassen vom Mittwoch rund 5,3 Millionen Bausparkunden.

Die Anzahl der bestehenden Bausparverträge war in den ersten neun Monaten 2014 mit Minus 1,05 Prozent auf 5,04 Millionen leicht rückläufig. Die Ausleihungen bei den vier Bausparkassen start:bausparkasse, s Bausparkasse, Raiffeisen Bausparkasse und Wüstenrot gingen geringfügig um 0,15 Prozent auf 19,05 Mrd. Euro zurück. Die Einlagen erhöhten sich leicht um 1,34 Prozent auf 20,68 Mrd. Euro.Seit Juli kann der Handwerkerbonus bei den Bausparkassen beantragt werden. Mit Stichtag 10. November wurde mit 19.085 Anträgen bereits ein Fördervolumen von 7,65 Mio. Euro erreicht. Insgesamt stehen heuer 10 Mio. Euro zur Verfügung. Ebenfalls groß war die Nachfrage beim Sanierungsscheck 2014, sodass die zur Verfügung stehende Fördersumme bereits Mitte August ausgeschöpft war.

Manfred Url, Generaldirektor der Raiffeisen Bausparkasse und derzeitiger Vorsitzender des Arbeitsforums österreichischer Bausparkassen (AÖB), bezeichnete die bisherige Geschäftsentwicklung der Bausparkassen als "äußerst zufriedenstellend". Da in der Branche traditionell das letzte Quartal ein besonders starkes sei, blicke man dem Jahresergebnis "optimistisch entgegen". (APA, 12.11.2014)

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