Niederlage für Gegner von "Zwarte Piet" in Rassismusdebatte in den Niederlanden

12. November 2014, 12:51
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Verwaltungsgericht: Nikolaus darf bei öffentlichem Einzug von schwarz angemalten Pieten begleitet werden

Den Haag - Im Rassismusstreit in den Niederlanden um den Nikolaus-Helfer "Zwarte Piet" (Schwarzer Peter) haben die Gegner eine Niederlage erlitten. Der Nikolaus darf bei seinem öffentlichen Einzug von den schwarz angemalten Pieten begleitet werden, urteilte das Oberverwaltungsgericht des Landes am Mittwoch.

Ein Bürgermeister habe kein Recht, das wegen möglicher Diskriminierung zu verbieten, hieß es. In erster Instanz hatte ein Gericht in Amsterdam den Klägern noch recht gegeben und "Zwarte Piet" eine "negative stereotype Figur" genannt.

Piet bringt Kindern Geschenke

Jedes Jahr Mitte November wird der "Sinterklaas" bei seinem Einzug in Städte und Dörfer traditionell von den bunt kostümierten Helfern begleitet. Am 5. Dezember bringen die Piete den Kindern die Geschenke. Bürger und Organisationen hatten die Stadt Amsterdam verklagt, weil sie den Nikolaus-Umzug im November 2013 erlaubt hatte.

Zur Rassismusfrage äußerte sich der Staatsrat am Mittwoch nicht. Dazu sei er nicht befugt, heißt es in dem Urteil. Viele schwarze Niederländer klagen, dass "Zwarte Piet" rassistisch sei. Dagegen wollen viele weiße Niederländer die Tradition des Kinderfestes beibehalten. (APA/dpa, 12.11.2014)

  • Schwarz angemalte Gesichter und stereotype Zuschreibungen: Bürger und Organisationen hatten die Stadt Amsterdam verklagt, weil sie den Nikolaus-Umzug mit den "Zwarten Pieten" im November 2013 erlaubt hatte.
    foto: ap/peter dejong

    Schwarz angemalte Gesichter und stereotype Zuschreibungen: Bürger und Organisationen hatten die Stadt Amsterdam verklagt, weil sie den Nikolaus-Umzug mit den "Zwarten Pieten" im November 2013 erlaubt hatte.

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