Neues Gütesiegel prüft Einsatz von Chemikalien auch bei Herstellung

12. November 2014, 12:09
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Umweltschützer empfehlen die Labels IVN Best und GOTS

Wien - Wer als Konsument Wert auf ohne gefährliche Chemikalien produzierte Kleidung legt, fährt mit den Gütesiegeln IVN Best vom Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft und GOTS (Global Organic Textile Standard) laut Greenpeace am besten. Eingeschränkt empfehlenswert sei zudem das Label Bluesign, erklärte die Umweltschutzorganisation am Mittwoch.

Ökosiegel als "Feigenblatt"

Das Zertifizierungssystem Öko-Tex habe mit "Made in Green" einen neuen Standard eingeführt, der auch die Herstellungsbedingungen berücksichtige, im Gegensatz zu Öko-Tex 100, den Greenpeace-Konsumentensprecherin Nunu Kaller kritisierte: "Die Ware ist damit lediglich auf Schadstoff-Rückstände in Textilien geprüft. Der Chemikalieneinsatz bei der Herstellung wird nicht untersucht." Öko-Tex 100 werde "vielfach als Feigenblatt missbraucht, weil der Name fälschlich Umweltschutz suggeriert".

Eine Orientierungshilfe bietet der aktualisierte Textilratgeber von Greenpeace, den man auf der Website der Umweltschutzorganisation herunterladen kann. Darin werden weiters die fünf Sozialstandards vorgestellt, die in Österreich am gängigsten sind. Dazu gehört eine Mitgliedschaft in der "Fair Wear Foundation", die soziale Bedingungen in Nähfabriken verbessert und für gerechte Löhne sorgt. Eine große Auswahl an Geschäften mit Mode mit Öko-Gütesiegeln findet sich im Greenpeace Fashion Shopping Guide. (APA, 12.11.2014)

  • "Made in Green" ist ein neuer Standard, der auch die Herstellungsbedingungen berücksichtigt.
    foto: reuters/do khuong duy

    "Made in Green" ist ein neuer Standard, der auch die Herstellungsbedingungen berücksichtigt.

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