Premiere des Films über das deutsche Fußball-WM-Märchen

11. November 2014, 13:43
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Berlin - In Anwesenheit des deutschen Fußball-Bundestrainers Joachim Löw und vielen Spielern des deutschen Weltmeister-Teams ist am Montagabend in Berlin die Premiere des Films "Die Mannschaft" gefeiert worden. Der Dokumentarstreifen erlaubt einen Blick hinter die Kulissen und ins Innenleben der WM-Helden während des Turniers in Brasilien.

Weit über 1.000 Menschen hatten stundenlang im nasskalten Sony Center am Potsdamer Platz im Herzen der deutschen Hauptstadt auf ihre Helden gewartet und feierten die Weltmeister lautstark. Gemeinsam posierten die Nationalspieler mit dem WM-Pokal zum Gruppenfoto auf dem Premierenteppich. Oliver Bierhoff, Ideengeber und Initiator, stellte klar, für wen der Streifen eigentlich gemacht wurde: "Dieser Film liefert die Möglichkeit, dass viele mal hinter die Kulissen schauen", sagte der Teammanager.

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Der Trailer zum Film.

Hinter den Kulissen - vornehmlich im WM-Quartier Campo Bahia - herrschte, so suggeriert der Film, Gute-Laune-Wetter. Sechs Wochen und kein Lagerkoller, kein Streit ist zu sehen, kein harsches Wort zu hören. "Sie werden erleben, dass die Mannschaft viel Spaß hatte, jeder Einzelne hat einen tollen Charakter und gibt sein Herzblut", sagte Löw.

Besonders lustig: Als Thomas Müller mit dem Hubschrauber zum Golfen fliegen will, fragt er den Bundestrainer schriftlich um Erlaubnis. Ausreichend Film-Material für eine zweite Version sei vorhanden, berichtete DFB-Medienmann und Filmregisseur Uli Voigt. Alle Szenen seien von den Spielern genehmigt worden - DFB-Zensur war nicht nötig.

Die FIFA-Schere

Eher beiläufig merkte aber Podolski im Flash-Interview auf dem Roten Teppich an, dass "die FIFA ein paar Szenen rausgestrichen" habe. Vermutlich ging es um den Schutz der Interessen von Werbepartnern. Auf allen Siegerbildern trinken die Weltmeister nur Bier des FIFA-Sponsors.

Der Weltverband genehmigte zudem die Verwendung der Spielaufnahmen, ohne die der Film, der am Donnerstag in die Kinos kommt, nicht funktionieren würde. Im Gegenzug fließt ein Drittel der Einnahmen in soziale Projekte des Weltverbandes, die anderen Erlöse kommen karitativen Programmen in Deutschland zu gute. (APA, 11.11.2014)

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