Regulierer RTR klagt Deutschland bei EU an

11. November 2014, 10:40
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Behördenchef Gungl will gegen hohe Terminierungsentgelte vorgehen

Die österreichische Telekom-Regulierungsbehörde RTR geht gegen die hohen Terminierungsentgelte in Deutschland vor. Das sind jene Gebühren, die sich Netzbetreiber untereinander verrechnen, wenn sie ein Telefonat in ein anderes Netz übergeben. Die österreichischen Mobilfunker bezahlen derzeit 1,79 Cent pro Minute, erhalten aber von den Deutschen nur 0,805 Cent.

Rechtsrahmen nicht einheitlich angewendet

"Der Telekom-Control-Kommission (TKK) liegen Informationen vor, wonach nicht alle Regulierungsbehörden der Europäischen Union den europäischen Rechtsrahmen für elektronische Kommunikationsnetze und -dienste einheitlich anwenden", sagt RTR-Chef Johannes Gungl.

Rechtliche Schritte angekündigt

"Besonders auffällig und damit schlecht für die österreichischen Unternehmen sowie Konsumentinnen und Konsumenten, die das bezahlen müssen, ist das bei den in Deutschland geltenden Mobilterminierungsentgelten", so Gungl. Er sieht darin die Verletzung von europäischen Vorschriften und sieht "höchste Zeit" für rechtliche Schritte. (APA, 11.11.2014)

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