Causa um vermisste Studenten: Flughafen von Acapulco besetzt

11. November 2014, 08:59
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Gewalt zwischen Demonstranten und Polizeikräften

Acapulco - Nach dem mutmaßlichen Mord an dutzenden Studenten in Mexiko haben Demonstranten den Flughafen der Hafenstadt Acapulco besetzt. Für rund drei Stunden legten sie am Montag den Betrieb lahm, mehrere Airlines mussten ihre Flüge verschieben, teilte der Flughafenbetreiber mit.

Zuvor war es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen vermummten sowie bewaffneten Randalierern und der Polizei gekommen. Dabei wurden 18 Beamte und neun Demonstranten verletzt. Im Flughafen sprühten die Demonstranten Graffiti gegen Präsident Enrique Peña Nieto an die Wände wie "Peña verschwinde" und "Peña, Mörder". Größere Schäden hätten sie nicht verursacht, teilte die Airport-Verwaltung mit.

"Unsere Kinder sind nicht tot"

Die Professoren und Studenten des Lehrerseminars Ayotzinapa sowie Angehörigen forderten Aufklärung über das Schicksal von 43 jungen Leuten, die Ende September im Bundesstaat Guerrero von Polizisten verschleppt und der kriminellen Organisation "Guerreros Unidos" übergeben worden waren. Zwei Bandenmitglieder haben eingeräumt, die Studenten getötet und verbrannt zu haben. Die Familien der Opfer weisen die Ermittlungsergebnisse zurück.

"Wir sind die Lügen satt. Unsere Kinder sind nicht tot", sagte der Vater eines der Verschleppten. Die Angehörigen forderten eine unabhängige Untersuchung des Falls durch die Interamerikanische Menschenrechtskommission. (APA, 11.11.2014)

  • Vermummte versperren die Eingänge zum Flughafen von Acapulco.
    foto: reuters/becerril

    Vermummte versperren die Eingänge zum Flughafen von Acapulco.

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