Höheres Grundgehalt: Med-Unis verhandeln nicht gemeinsam

10. November 2014, 16:59
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In Wien sieht die Universität keinen Anlass, mit Wissenschaftsminister Mitterlehner zu verhandeln, die Grazer preschen vor

Wien - Weniger arbeiten bedeutet weniger Geld. Wenn das Ärztearbeitszeitgesetz am 1. Jänner 2015 in Kraft tritt und die Arbeitszeit auf 48 Stunden beschränkt, fürchten viele Ärzte Gehaltseinbußen. Das gilt vor allem für Unikliniken, wo Nacht- und Wochenenddienste einen Zuverdienst von bis zu 30 Prozent ausmachen.

Während die Med-Uni Wien keinen Anlass sieht, vor 2018 über die Anhebung der Grundgehälter mit Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) zu verhandeln, prescht die Med-Uni Graz vor: Sie stehen in "intensiver Kommunikation mit dem Ministerium und dem steirischen Spitalsträger Kages", heißt es aus dem Rektorat. Es geht um eine freiwillige Überzahlung. Denn eine Änderung des Kollektivvertrages müssten die Med-Unis gemeinsam verhandeln - das ist derzeit nicht geplant. Graz steht dabei unter stärkerem Druck, da die Anhebung des Grundgehalts für Ärzte der Landesspitäler (Kages) bereits beschlossen ist.

In Innsbruck gibt man sich bedeckt, die Gehälter lägen in der Verantwortung der Sozialpartner. (mte, DER STANDARD, 11.11.2014)

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