Gedenkveranstaltung für MH17-Opfer in Amsterdam

10. November 2014, 16:05
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Putin: Ukraine behindert Aufklärung des Flugzeugabsturzes

Kiew - Russlands Präsident Wladimir Putin hat der Ukraine vorgeworfen, die Suche nach der Absturzursache der malaysischen Passagiermaschine zu behindern. Es seien nicht die Rebellen, die einen Einsatz von Ermittlern am Unglücksort in der Ostukraine unmöglich machten, sagte Putin am Montag in einem Gespräch mit dem malaysischem Ministerpräsidenten Najib Razak am Rande des APEC-Gipfels in Peking.

Die Ermittlungen vor Ort würden hingegen durch den anhaltenden Granatenbeschuss der ukrainischen Einheiten verhindert. Bei dem Absturz der Boeing 777 der Malaysian Airlines am 17. Juli waren 298 Menschen ums Leben gekommen, die meisten von ihnen Niederländer. Die Ukraine und der Westen werfen den prorussischen Rebellen vor, sie hätten das Flugzeug mit einer Rakete abgeschossen. Die Separatisten bestreiten dies.

Kaum Zugang

Wegen der anhaltenden Kämpfe haben internationale Experten derzeit kaum Zugang zum Flugzeugwrack. Eine Waffenruhe zwischen Separatisten und ukrainischen Einheiten ist zuletzt immer häufiger gebrochen worden.

Die Niederlande gedachten am Montag mit einem nationalen Gedenktag der Opfer des Flugzeugabsturzes. Im ganzen Land wehten die Flaggen vor offiziellen Gebäuden auf halbmast. An der zentralen Feier auf dem Amsterdamer Messegelände nahmen neben Angehörigen der Absturzopfer auch die Königsfamilie und Ministerpräsident Mark Rutte teil.

Rutte sprach den mehr als 1.600 Angehörigen am Montag im Namen des Landes sein Mitgefühl aus. "Gemeinsam sind wir entsetzt, gemeinsam sind wir wütend, gemeinsam sind wir still." (APA/Reuters, 10.11.2014)

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