Verbesserte Werbe-Auslieferung mit Protokoll-relativen URLs

10. November 2014, 14:26

Werbung auf HTTP- und HTTPS-Seiten ohne Zusatzaufwand schalten

Der Standard Online zeigt Werbung sowohl auf Seiten, die mit dem Protokoll HTTP ausgeliefert werden, als auch auf Seiten mit dem Protokoll HTTPS.

Damit die Werbung in beiden Fällen und ohne Zusatzaufwand korrekt ausgeliefert und gezählt wird, werden bei tag-in-tag-Schaltungen und Agentur-Zählungen Protokoll-relative URLs verwendet.

Sie beginnen mit zwei Schrägstrichen, zum Beispiel //agenturserver.at/werbemittel/contentads/12345.

Werbemittel-Hosting und -Erstellung

Voraussetzung dafür ist, dass alle Bestandteile des Werbemittels vom Hoster jeweils unter HTTP und HTTPS ausgeliefert werden.

Deswegen muss bei der Werbemittelerstellung darauf geachtet werden, dass alle Ressourcen ebenfalls Protokoll-relativ verlinkt sind. Typischerweise handelt es sich dabei um eingebettete CSS-, Bild- und JavaScript-Inhalte.

Alternativ kann das jeweils richtige Protokoll auch mittels JavaScript für jede Ressource eingestellt werden.

Nur tag-in-tag und Agentur-Zählung betroffen

Werbemittel, die als Texte (z.B. Advertorial) oder Dateien (z.B. Superbanner-GIF, eJunior-Flash) übermittelt werden, werden beim Standard gehostet und automatisch mit dem passenden Protokoll auf der Seite eingebaut.

Klick-Ziele werden weiterhin mit dem Protokoll der Zielseite übernommen.

Anlieferung Protokoll-relativ oder ...?

Der Standard Online nimmt URLs für tag-in-tag-Werbemittel und Agentur-Zählungen grundsätzlich Protokoll-relativ entgegen.

In der Übergangsphase werden auch URLs akzeptiert, die als Protokoll HTTP enthalten, falls die Auslieferung durch den Hoster trotzdem unter HTTPS möglich ist. In diesem Fall geschieht die Anpassung des Protokolls auf HTTPS-Seiten durch den Standard.

HTTP alleine genügt den Browsern nicht

Aus Sicherheitsgründen akzeptieren moderne Browser nachgeladene HTTP-Inhalte auf HTTPS-Seiten nicht oder nur nach vorheriger Bestätigung durch den Surfenden.

Dadurch kann es zu einer Minderung der Werbewirkung, zu Zähldifferenzen und im schlimmsten Fall zum Vertrauensverlust gegenüber Medium oder Werbetreibendem kommen.

Warum nicht nur HTTPS?

Browser erlauben die Einbindung von HTTPS-Inhalten auf HTTP-Seiten, sodass theoretisch die ausschließliche Auslieferung von Werbemitteln unter diesem Protokoll, ohne HTTP, möglich wäre.

Der Standard Online rät von dieser Möglichkeit aus zwei Gründen ab:

  1. Für die Auslieferung von HTTPS muss der Hoster ohnehin HTTP unterstützen.
  2. Die Verarbeitung von HTTPS verbraucht mehr Ressourcen, insbesondere am Endgerät der Leserin.

Für Agenturen oder Hoster, die dennoch nur HTTPS unterstützen wollen, bietet der Standard auch diese Möglichkeit an. In diesem Fall werden URLs mit fixem Protokoll HTTPS erwartet.

Bei weiteren Fragen nehmen Sie bitte direkt Kontakt mit Martin.Altersberger@derStandard.at auf.

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