Zuchthengst in Kärnten von Besitzer vernachlässigt

10. November 2014, 12:53
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Krankes Tier in zugigem Futtersilo eingesperrt

Villach - Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) hat wegen eines Falls von Tierquälerei in Kärnten Anzeige erstattet. Laut einer Aussendung des VGT vom Montag soll ein kranker Zuchthengst im Bezirk Villach-Land in einem zugigen Futtersilo eingesperrt und derart vernachlässigt worden sein, dass dem Pferd eine Wärmedecke in eine Nackenwunde einwuchs.

Das Tier müsse über längere Zeit enorme Schmerzen gehabt haben, sagte Elmar Völkl vom Verein. Der betroffene Hengst leide an Mauke, einer bakteriellen Hautentzündung. Er werde von seinem Besitzer angeblich seit Jahren in einem alten Silo ohne Auslauf gehalten.

Wegen der Zugluft im Silo sei dem Pferd eine Wärmedecke umgeschnallt worden. Dies allerdings so unsachgemäß, dass die Decke in den Widerrist, also den Nackenbereich des Hengstes, eingewachsen sei, so Völkl. Laut der anonymen Hinweise habe der Besitzer daraufhin lediglich das Wundfleisch mit einer Schere weggeschnitten und die eitrige Wunde mit einem Spray desinfiziert.

Anzeige erstattet

Der Verein hat bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt und bei der Bezirkshauptmannschaft wegen Übertretungen des Tierschutzgesetzes Anzeige erstattet. Es soll nämlich noch weitere kranke Pferde auf diesem Reiterhof geben, die vernachlässigt würden. (APA, 10.11.2014)

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