Bolivien: Zigaretten, Kokablätter und Schnaps für die Toten

Ansichtssache10. November 2014, 11:32
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Am achten November gedenken die Bolivianer ihrer Toten

Anfang November herrscht auf dem Friedhof von La Paz, dem Regierungssitz von Bolivien, geschäftiges Treiben. Die Bolivianer feiern das Ñatitas-Fest, das Fest der Totenköpfe. Überall werden Schädel mit Blumen, Zigaretten, Gewand oder Kokablättern geschmückt. Die Rituale sollen den Lebenden Glück bringen und die Toten ehren.

Der Ursprung dieses Festes liegt bei Ritualen der Aymara-Indios. Sie beteten die sterblichen Überreste ihrer Familienangehörigen an. So sollte einerseits die Erinnerung an die Verstorbenen am Leben gehalten werden, andererseits sollte dadurch der Geist der Verstorbenen die Lebenden beschützen.

Zur Zeit der spanischen Eroberer vermischte sich der Totenkult mit den Bräuchen der katholischen Kirche. Noch heute werden am Ñatitas-Tag die Totenschädel in die Kapellen getragen und von katholischen Geistlichen gesegnet. (red, derStandard.at, 10.11.2014)

foto: reuters/david mercado
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