Zehn Verletzte und zwei Festnahmen

10. November 2014, 15:57
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Wien - Im Rahmen des 311. Wiener Fußball-Derbys zwischen Rapid und der Austria (2:3) ist es am Sonntag im Ernst-Happel-Stadion zu Ausschreitungen gekommen. Laut Angaben der Polizei sind rund zehn Personen verletzt und zwei Personen festgenommen worden.

Zudem wurden bereits vor der Partie etwa 70 aus Ungarn angereiste Besucher aus dem Sicherheitsbereich verwiesen. Die Personen waren laut Polizei teils mit Schutzausrüstung bekleidet und hatten Steinschleudern sowie zahlreiche gefährliche Gegenstände bei sich.

Null-Toleranz vom Innenministerium

Die Ausschreitungen dürften nun eine Verschärfung der Kontrollen nach sich ziehen. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) sprach sich am Montag auf APA-Anfrage dafür aus, dass Videodaten auch bei der Begehung von verwaltungsrechtlichen Straftaten, zum Beispiel dem Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen, zur Auswertung herangezogen werden könnten.

Bisher war dies lediglich bei strafrechtlich relevanten Vorfällen möglich. "Fußballspiele sind Familienfeste und das sollen sie auch bleiben. Daher werden wir mit Null-Toleranz gegen gewalttätige Fans vorgehen", sagte Mikl-Leitner.

Die Innenministerin kündigte eine Evaluierung des Polizeieinsatzes an und appellierte an die Vereine, die für die Sicherheit im Stadion zuständig sind, ihre Verantwortung ernst zu nehmen. "Einlasskontrollen und der Ordnungsdienst im Stadion sind Aufgabe der Vereine. Bei gesetzeswidrigen Vorfällen schreitet die Polizei ein. Die Zusammenarbeit zwischen den Einsatzkräften und den privaten Ordnungsdiensten im Stadion ist daher ein wichtiger Eckpfeiler", sagte Mikl-Leitner.

Hausverbote von der Austria

Die Austria verurteilte die Vorkommnisse per Presseaussendung "aufs Schärfste". Der Verein gab bekannt, dass bereits zwei Täter ausgeforscht und mit Haus- und Stadionverboten belegt wurden. (APA, 10.11.2014)

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