Hunderte Demonstranten in Hongkong vor Vertretung Pekings

9. November 2014, 14:59
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Demokratiebewegung fordert direkte Gespräche mit der Zentralregierung

Hongkong - In Hongkong sind am Sonntag Hunderte Anhänger der Demokratiebewegung vor die Vertretung der chinesischen Zentralregierung gezogen. "Wir fordern einen Dialog mit der Zentralregierung", hieß es auf einem Banner der rund tausend Demonstranten.

Der junge Protestführer Joshua Wong beklagte, bisher habe Peking den Demonstranten "die kalte Schulter" gezeigt. Die Anführer der Bewegung wollen direkt mit Peking sprechen, nachdem Verhandlungen mit der Führung in Hongkong über die Forderung nach freien Wahlen im Jahr 2017 im Oktober kein Ergebnis brachten.

Die Regierung in Peking will den Bürgern in der Sonderverwaltungszone Hongkong 2017 erstmals erlauben, ihren Verwaltungschef zu wählen. Allerdings behält sie sich das Recht vor, nur ihr genehme Kandidaten antreten zu lassen. Die Demokratiebewegung verlangt dagegen wahrhaft freie Wahlen.

Die Führung der halbautonomen Sonderverwaltungszone hat im Oktober vorgeschlagen, einen Bericht an die Regierung in Peking zu schicken und ein Komitee für Gespräche über politische Reformen zu gründen. Bei den Demokratieaktivisten in der ehemaligen britischen Kronkolonie stoßen die Vorschläge aber auf wenig Begeisterung. (APA, 9.11.2014)

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