Auch über der Pack gibt es ein Derby

7. November 2014, 17:29
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Sturm reist nach dem 3:0-Sieg über die Austria mit Selbstvertrauen zum stotternden Überraschungsteam nach Klagenfurt

Der Motor des WAC ist ausgerechnet vor dem "Pack-Derby" gegen Sturm Graz am Samstag (16.00 Uhr) im Klagenfurter Wörthersee-Stadion etwas ins Stottern geraten. In den jüngsten drei Spielen holte der Überraschungs-Tabellenzweite (28 Punkte) nur einen Zähler, der Vorsprung auf die nachfolgenden Teams Rapid (22), Altach (21) und eben Sturm (19) ist aber immer noch komfortabel.

"Die Defensive war auch zuletzt brav. Um Spiele zu gewinnen, müssen wir aber in der Offensive präsenter sein, da muss mehr kommen als zuletzt", weiß WAC-Trainer Dietmar Kühbauer, wo es anzusetzen gilt. Zuletzt blieb seine Mannschaft, in die Peter Zulj und Dario Baldauf zurückkehren, beim 0:0 gegen Altach sowie beim 0:1 in Ried ohne Torerfolg. "Unsere Effizienz hat zu wünschen übrig gelassen", sagte Kühbauer.

Augen auf Djuricin

Vor dem Gegner hat der 43-Jährige Respekt, vor allem von Marco Djuricin ist er positiv angetan. "Sie haben vorne den aktuell stärksten österreichischen Stürmer der Liga. Er bewegt sich sehr gut im Raum, ist schwer zu neutralisieren", lobte Kühbauer den achtfachen Torschützen der Grazer. Deshalb sei es wichtig, dafür zu sorgen, dass Djuricin keine Bälle bekomme. "Und wir dürfen ihnen allgemein nicht den Platz lassen wie die Austria letzte Woche", sagte der WAC-Coach.

Dann sollte es auch mit Punktezuwachs klappen. In Klagenfurt feierten die Wolfsberger am 14. September einen 1:0-Erfolg gegen Tabellenführer Salzburg, in der vergangenen Saison gab es im "Ausweich-Quartier" ein 3:2 gegen Wacker Innsbruck und ein 0:0 gegen die Austria. In der Saison 2012/13 wurde Sturm im direkten Duell ein 1:1 abgetrotzt. "Wir haben dort noch nicht verloren und wollen unsere Serie beibehalten", betonte Kühbauer.

Die Kärntner gewannen drei der vier jüngsten Duelle mit Sturm, darunter mit 2:1 am 23. August in der UPC-Arena. "Der WAC hat im Sommer qualitativ gute Spieler geholt, die bei diesem Club wieder neu durchstarten konnten. Das liegt aber nicht nur am neuen Trainer, sondern auch am Umfeld", weiß Sturm-Trainer Franco Foda. Der Gegner spiele mit großer Leidenschaft von der ersten bis zur letzten Minute. "Es gibt eine gute Harmonie in der Mannschaft, und da die Tabelle nicht lügt, stehen sie berechtigt da vorne", lobte der Deutsche die Wolfsberger.

In Demut üben

Nichtsdestotrotz habe seine Truppe genügend Qualität, um in Klagenfurt zu bestehen. "Wir sind trotz des 3:0 gegen die Austria demütig geblieben, wollen aber jedes Spiel gewinnen", sagte Foda. Zwei Dinge sind für ihn dabei extrem wichtig. "Entscheidend wir das schnelle Umschaltspiel sein, und dass wir keine unnötigen Ballverluste begehen", ergänzte der Sturm-Trainer.

Die Grazer blieben in den jüngsten fünf Auswärtsspielen unbesiegt und feierten dabei drei Siege. Um zu drei Punkten zu kommen, müssen sie einen Trend beenden, schafften sie doch diese Saison noch nie zwei Siege am Stück. "Das wollen wir am Samstag ändern", gab Sturms Außenverteidiger Martin Ehrenreich die Marschroute vor. Die Grazer werden von mindestens 2.000 Anhängern begleitet. Eine Prognose über die Zuschauerzahl ist aufgrund der starken Regenfälle schwierig. Die Partie ist wegen drohender Wetterkapriolen aber nicht gefährdet. (APA, 07.11.2014)

Technische Daten und mögliche Aufstellungen:

WAC - SK Sturm Graz (Klagenfurt, Wörthersee-Stadion, Samstag, 16.00 Uhr, SR Grobelnik). Bisheriges Saisonergebnis: 2:1 (a). 2013/14: 1:4 (a), 2:1 (h), 4:1 (a), 0:1 (h)

WAC: Kofler - Standfest, Sollbauer, Rnic, Baldauf - M. Weber, Hüttenbrenner - Kerhe, P. Zulj, Jacobo - Simon

Ersatz: Dobnik - Seebacher, Wernitznig, Schwendinger, Drescher, Berger, Putsche, Silvio

Es fehlen: Trdina, Tschernegg, Seidl, Palla (alle verletzt)

Sturm: Gratzei - Ehrenreich, Madl, Spendlhofer, Klem - Hadzic, Offenbacher - Schick, M. Stankovic, Beichler - Djuricin

Ersatz: Pliquett - Todorovski, Barbaric, Lovric, Piesinger, Gruber, Tadic

Es fehlen: Scharifi (im Aufbautraining), Schmerböck (nach Knie-OP), Pfingstner (rekonvaleszent)

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    foto: apa/hochmuth

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