Pixel-Poeten machen aus dem Internet ein Gedicht 

9. November 2014, 09:13
16 Postings

Eine amerikanische Elite-Uni bietet den Kurs "Zeit verschwenden im Internet" an

Was wäre, wenn jene Stunden, die wir gedankenverloren im Internet verbringen - mit Social Media, Katzenvideos, Chats -, nicht Zeitverschwendung wären? Wenn aus diesem Material Literatur würde?

Die University of Pennsylvania hat nun Zerstreuung auf den Lehrplan gesetzt. "Zeit verschwenden im Internet" heißt der Kurs für kreatives Schreiben. US-Dichter Kenneth Goldsmith erwartet von seinen Eleven, drei Stunden auf den Bildschirm zu starren. "Ablenkung, Multitasking, zielloses Herumschweifen ist verpflichtend."

Dabei bezieht er sich auf die Situationisten. Diese forderten in den Sechzigern: "Leben ohne tote Zeit". Oder: "Unter dem Pflaster der Strand". Heute heißt das: Hinter den Pixeln das Poem. (sb, DER STANDARD, 8.11.2014)

Links

  • Hintergrund: Die Bewegung Situationistische Internationale gab es von 1957 bis 1972. In jeder Ausgabe des "internationale situationniste" stand der Hinweis, "alle veröffentlichten Texte dürfen frei und auch ohne Herkunftsangabe abgedruckt, übersetzt oder bearbeitet werden".
  • storyful, youtube, oki the cat

    Bald Kunst? Oki The Cat

Share if you care.