Versöhnliche Töne im chinesisch-japanischen Inselstreit 

7. November 2014, 14:33
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Schrittweise soll der sicherheitspolitische Dialog wieder aufgenommen werden

Peking/Tokio - Im Streit über mehrere Inseln im Ostchinesischen Meer haben China und Japan versöhnlichere Töne angeschlagen. Der sicherheitspolitische Dialog solle schrittweise wieder aufgenommen werden, erklärte das chinesische Außenministerium am Freitag. Beide Seiten hätten sich auf die Schaffung eines Mechanismus zur Krisenbewältigung verständigt, damit sich die Lage nicht verschlechtere. Zugleich würden China und Japan anerkennen, dass in der Inselfrage "unterschiedliche Positionen existieren". Ähnlich äußerte sich die japanische Regierung. Japan und China stimmten überein, sich der Geschichte zu stellen und mit Blick auf die Zukunft die politischen Schwierigkeiten zu überwinden, hieß es.

Zuvor hatten sich der chinesische Spitzendiplomat Yang Jiechi mit dem japanischen Sicherheitsberater Shotaro Yachi in Peking getroffen. Bei dem Streit geht es um die territoriale Zugehörigkeit einer unbewohnten Inselgruppe, die in China Diaoyu und in Japan Senkaku heißt. In den vergangenen zwei Jahren hatten sich die Beziehungen beider Länder deutlich verschlechtert. Zeitweise waren Sorgen laut geworden, der Inselstreit könne außer Kontrolle geraten. (Reuters, 7.11.2014)

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