US-Regisseur Stone traf Snowden und Putin in Moskau

7. November 2014, 11:37
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Filme über NSA-Aufdecker und russischen Präsidenten geplant

US-Regisseur Oliver Stone ("JFK", 68) ist zur Vorbereitung seines Films über den ehemaligen amerikanischen Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden in Russland gewesen. Dabei traf er nicht nur den aus den USA geflüchteten Snowden, wie Stone der Agentur Ria Nowosti am Donnerstag sagte. Auch mit Präsident Wladimir Putin kam er zusammen, wie Kremlsprecher Dmitri Peskow mitteilte.

Grund des Aufenthalts waren letzte Absprachen über das seit einem Jahr vorbereitete Drehbuch über den Enthüller der US-Geheimdienstpraktiken. Anfang nächsten Jahres sollten die Dreharbeiten beginnen, sagte Stone. Die Hauptrolle übernehme der Schauspieler Joseph Gordon-Levitt (33, "Inception") - ein "sehr guter und talentierter" Mann, der jungen Frauen gefalle.

"Time of The Octopus"

Oscar-Preisträger Stone baut den Film auf zwei Vorlagen auf: dem Roman "Time of The Octopus" aus der Feder von Snowdens Moskauer Anwalt Anatoli Kutscherena - und auf einem Buch des "Guardian"-Journalisten Luke Harding. "Mir scheint, es ist alles ganz schön geworden", sagte Kutscherena nach tagelanger Arbeit mit Stone. Die britische Zeitung hatte die Überwachungspraktiken des US-GeheimdienstsNSA enthüllt. Stone hat auch Pläne für eine Doku über den russischen Präsidenten Wladimir Putin angekündigt. Dazu möchte er ihn auch interviewen, sagte er der russischen Nachrichtenagentur.

Der von den USA gejagte Snowden hatte in Russland nach seiner Flucht Asyl erhalten. Stone ist politisch engagiert und hat u.a. WikiLeaks-Gründer Julian Assange, den verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez und Kubas früheren Präsidenten Fidel Castro öffentlich unterstützt. Ende September hatte er Putin verteidigt, dass er "die Krim nicht fallen gelassen" habe. (APA, 7.11. 2014)

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