Italienische Post will 600 Filialen schließen

6. November 2014, 15:17
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Kosten sollen gesenkt werden - Teilprivatisierung voraussichtlich 2015

Rom - Die italienische Post will landesweit circa 600 ihrer insgesamt 13.000 Filialen schließen. Damit sollen die Kosten gesenkt werden, berichtete Geschäftsführer Francesco Caio.

Caio bekräftigte Pläne zur Teilprivatisierung der Post, die voraussichtlich im kommenden Jahr erfolgen sollte. "Das Wirtschaftsministerium wird uns sagen, wann die Teilprivatisierung beginnen soll. Wir arbeiten, um dafür bereit zu sein", berichtete Caio nach Medienangaben vom Donnerstag.

Durch den Teilverkauf der Post will die hoch verschuldete Regierung in Rom vier bis fünf Milliarden Euro einnehmen. Auch anderer Staatsbesitz soll versilbert werden. Die Regierung hatte den Verkauf der Post im Mai genehmigt. Das Geschäft war aber immer wieder verschoben worden, eine offizielle Frist gibt es nicht.

Zuletzt wurde als Erklärung für die Verzögerung angeführt, dass noch Fragen der Aufsichtsbehörden zu klären seien. Die unsichere Lage an den Finanzmärkten erschwert es vielen Unternehmen aber auch, ihre Anteile an die Börse zu bringen.

Italiens mehr als 150 Jahre alte Post, zu der eine Bank sowie eine Telekommunikationsgesellschaft gehören, gilt als solide. Die Post ist mit 145.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 24 Mrd. Euro Italiens größter Arbeitgeber. Der Wert der italienischen Post wird auf 10 Mrd. Euro geschätzt. (APA, 6.11.2014)

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