Linzerin mit Gaspistole zu Fahrt nach Graz gezwungen

6. November 2014, 14:16
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Opfer konnte nach dreistündiger Autofahrt Polizei alarmieren - Täter festgenommen

Peggau/Ansfelden - Ein 28-Jähriger hat am Mittwochabend eine 26-jährige Frau aus Linz mit vorgehaltener Gaspistole gezwungen, ihn und seine 18 Jahre alte Begleiterin von Oberösterreich in die Steiermark zu fahren. Dies teilte die Landespolizeidirektion Steiermark am Donnerstag mit. In Peggau bei Graz stieg das Duo aus, die Frau alarmierte die Polizei. Der Bewaffnete und die 18-Jährige wurden festgenommen.

Der Mann hatte die Linzerin auf einem Parkplatz in Ansfelden gegen 17.30 Uhr mit vorgehaltener Pistole genötigt, mit ihrem Pkw ihn und seine Begleiterin in die Steiermark zu bringen. Die beiden Unbekannten setzten sich auf die Rückbank des Pkw der verängstigten Frau. Gegen 20.30 Uhr erreichten sie eine Tankstelle in Gratkorn nördlich von Graz. Dort zwang der Mann die Linzerin, eine geringen Bargeldbetrag herauszugeben. Anschließend ließ er sich mit seiner Begleiterin einige Kilometer Richtung Norden zurück zum Bahnhof Peggau bringen. Dort stieg das Duo aus.

Verwirrung um Identitäten

Die 26-Jährige holte in einem nahegelegenen Lokal Hilfe. Im Verlauf einer sofort eingeleiteten Fahndung wurden beiden in der Nähe festgenommen. In den Taschen der beiden fanden die Polizisten mehrere Messer und zwei Gaspistolen samt Munition.

Der Mann gab der Polizei am Abend und bei den Einvernahmen am Donnerstag einige Rätsel auf. Er behauptete, die Linzerin habe sie freiwillig mitgenommen, ansonsten hüllte er sich weitgehend in Schweigen. Seine slowakische Identitätskarte dürfte echt sein, so ein Beamter zur APA, der Mann behauptete jedoch, jemand anderer zu sein. Die Dokumente will er gefunden haben, ansonsten wolle er nur vor einem Richter aussagen.

Auch die Identität der angeblich 18-Jährigen steht noch nicht einwandfrei fest. Die junge Frau befand sich in einem schlechtem Zustand, sie wurde nach der Befragung in die Landesnervenklinik Sigmund Freud in Graz eingeliefert. (APA, 6.11.2014)

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