Argentinien-Blog: Vom kalten Süden in den warmen Norden

    Ansichtssache11. November 2014, 15:51
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    Blogger David Dukaric machte sich auf den Weg zu den berühmten Iguazú Wasserfällen

    Seit meinem letzten Besuch in Buenos Aires Anfang März, ist es merklich kälter geworden. Dennoch konnte ich die Winterbekleidung im Rucksack lassen. Nach einem kurzen Aufenthalt in Buenos Aires ging es weiter in den Norden, in die Provinz Misiones nach Puerto Iguazú. Endlich wieder eine wärmere Region mit über 30 Grad Tagestemperatur. Zwei Tage zuvor in Calafate waren drei Kleidungsschichten gerade ausreichend für einen Spaziergang.

    Die berühmten Iguazú Wasserfälle liegen zwischen Argentinien und Brasilien. Sie gehören zwar den stolzen Argentiniern, die Brasilianer haben dafür aber die schönere Aussicht.

    Nasenbären, Affen, Schmetterlinge

    Meine Unterkunft befand sich in Puerto Iguazú. In diesem kleinen Dorf gab es nur zwei Bankomaten und die waren abends komplett leer. Glücklicherweise hatte ich noch einige Euros bei mir, die ich wechseln konnte, sonst hätte ich den Eintritt für den Nationalpark Iguazú nicht bezahlen können, da nur Argentinische Pesos akzeptiert wurden. Im Park führen mehrere Spazierwege durch den Urwald zu Aussichtsplattformen wo man Nasenbären, Affen, Schmetterlinge und noch viele weitere Tiere beobachten kann. Den besten Ausblick auf die Wasserfälle hat man aber auf einem Schlauchboot. Die Bootscrew fährt direkt in die Gischt des Wasserfalls. Solch einen "shower" sollte man sich nicht entgehen lassen, die nasse Kleidung trocknet schnell wieder während des Spaziergangs im Nationalpark. Zuvor bekamen wir dennoch wasserfeste Taschen zur Verfügung damit unsere Kameras keinen Schaden nahmen.

    Die nördliche Gegend Argentiniens (Provinz Misiones) ist vor allem wegen der Yerba-Mate Pflanze bekannt, die hier unter guten Bedingungen wachsen kann. In der Kleinstadt Puerto Iguazú befindet sich der "la feirinha" -Markt wo man tagsüber als auch abends, preiswerte traditionelle "picada" unter freien Himmel genießen kann. Über 70 Geschäfte vertreiben hier argentinische Spezialitäten (Käse, Salami, Schinken, Oliven sowie "alfajores").

    foto: david dukaric

    Mehr als 270 Wasserfälle erstrecken sich auf bis zu drei Kilometern im Grenzgebiet. Auf der Argentinischen Seite befinden sich 80 Prozent der bis zu 80 Meter tiefen Wasserfälle.

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    foto: david dukaric

    Neugierigen Nasenbären begegnet man im Nationalpark auf der Suche nach Futter. Jedoch sollte man sie keinesfalls streicheln, da sie aggressiv werden können. Ausgeschilderte Bilder zeigen die schmerzhaften Wunden, die einem aufgrund ihrer großen Krallen zufügen können.

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    foto: david dukaric

    Mit offenem Maul sonnte sich ein Alligator unter einem Spaziersteg.

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    foto: david dukaric

    Man ist umgeben von unterschiedlichen Schmetterlingen die sich zutraulich auf die ausgestreckte Hand setzen. Im Bild sieht man einen Malachitfalter (Siproeta stelenes).

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    foto: david dukaric

    Auf einer spannenden 7-Kilometer-Tour ("sendero macuco") durch den dicht bewaldeten Urwald konnte ich einige Tiere beobachten, die plötzlich am Weg auftauchten und auch schon wieder verschwunden waren. Fast alleine konnte ich bei diesem Wasserfall entspannen, wo das Baden gestattet war.

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    foto: david dukaric

    Mit der selben Eintrittskarte kann man auch noch am zweiten Tag in den Nationalpark (ARG), was auch nötig ist um alles zu sehen. So konnte ich einmal kurz einen Tucan beobachten, was bei Tag selten ist, da diese Vögel die Tageshitze meiden.

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    foto: david dukaric

    Nach einer Safarifahrt durch den Urwald kamen wir zum Río Iguazú der als Grenze die Länder Argentinien und Brasilien teilt.

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    foto: david dukaric

    Mit einem Schlauchboot ging es dann zu den Wasserfällen. Vorab konnten Fotos gemacht werden bis wir dann schließlich das Boot wechselten und unsere Kameras in Wasserfeste Taschen verstauten.

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    foto: david dukaric

    Das Boot vor uns machte vor was uns erst erwartete. Auf diese Attraktion ("shower") hätte ich nicht verzichten wollen.

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    foto: david dukaric

    Ein Kappenblaurabe (Cyanocorax chrysops) beobachtete die Touristen beim vorbei gehen. Besonders gut gefallen haben mir die intensiven Farben einzelner Vögel (speziell) Tucan aber auch von Schmetterlingen.

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    foto: david dukaric

    Mit einem kleinen Zug kommt man auf der argentinischen Seite bis zum obersten Aussichtspunkt der Wasserfälle. Ein spektakulärer Anblick auf die Wassermassen aus unmittelbarer Nähe.

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    foto: david dukaric

    La Feirinha de Puerto Iguazú lädt zum Picada-Essen und Wein trinken ein.

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    foto: david dukaric

    Argentinische Spezialitäten können in über 70 Läden eingekauft werden.

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    foto: david dukaric

    Am dritten Tag besuchte ich die Brasilianische Seite die den besten Panorama Blick auf die gesamten Wasserfälle bietet.

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    foto: david dukaric

    Auf die brasilianische Seite kann man günstig mit einem Taxi fahren, vor allem finden sich in einem Hostel immer Leute die sich die Taxigebühr teilen wollen.

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    foto: david dukaric

    Während der Fahrt konnte ich einen lustigen Schnappschuss machen. Während sich ein Wasserschwein fortbewegte rastete ungestört ein Vogel auf seinen Rücken.

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    foto: david dukaric

    Wenige Kilometer von den Wasserfällen entfernt liegt der weltgrößte Stausee - Itaipú ...

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    foto: david dukaric

    ... der mit seinen 18 Turbinen (links unten zu sehen in weiß) mehr als 12.000 Megawatt Leistung erzeugt. Das an der brasilianisch-paraguayischen Grenze liegende Wasserkraftwerk erzeugt für beide Länder Strom. Aufgrund seines niedrigen Energiebedarfs verkauft Paraguay den Überschuss an Brasilien zurück. (David Dukaric, derStandard.at, 10.11.2014)

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