Qualcomm bekommt auch Ärger mit Wettbewerbshütern in USA und EU

6. November 2014, 08:16
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Rabatte und andere finanzielle Anreize werden unter die Lupe genommen

Der US-Chiphersteller Qualcomm bekommt immer mehr Gegenwind von Wettbewerbshütern auf wichtigen Märkten. Zusätzlich zu dem seit bereits elf Monaten laufenden Verfahren in China gab das Management am Mittwoch nach US-Börsenschluss Ermittlungen in Europa und den USA bekannt. Demnach nimmt die EU-Kommission Rabatte und andere finanzielle Anreize des Unternehmens beim Verkauf vonHalbleitern unter die Lupe. Zudem habe die US-Wettbewerbsbehörde FTC eine Voruntersuchung eingeleitet. Dabei gehe es um einen möglichen Verstoß gegen Lizenzvereinbarungen.

Milliardenstrafe

In China droht Qualcomm eine Strafe von mehr als einer Milliarde Dollar. Die Konzernführung warnte, die Geschäfte in der Volksrepublik könnten im kommenden Jahr belastet werden. Investoren befürchten zudem, dass das Unternehmen dort gezwungen werden könnte, Handyherstellern, die seine Patente nutzen, Nachlässe auf die dafür anfallenden Lizenzgebühren zu gewähren. Im nachbörslichen Handel rutschte die Qualcomm-Aktie um rund sechs Prozent ab.

Erwartungen verfehlt

Für neue Geschäftsjahr sagte die Konzernführung einen Umsatz von 26,8 bis 28,8 Milliarden Dollar voraus. Die Prognose liegt unter den Schätzungen von Analysten. Auch im abgelaufenen Schlussquartal verfehlte Qualcomm die Markterwartungen. Die Erlöse stiegen um drei Prozent auf 6,69 Milliarden. Der Nettogewinn erhöhte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 26 Prozent auf 1,89 Milliarden Dollar. (Reuters, derStandard.at, 6.11.2014)

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Qualcomm

  • Unter Palmen: Ein Qualcomm-Gebäude in San Diego, USA
    foto: reuters/blake

    Unter Palmen: Ein Qualcomm-Gebäude in San Diego, USA

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