Westafrikanische Präsidenten fordern zivile Regierung in Burkina Faso

5. November 2014, 17:25
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Ultimatum der Afrikanischen Union aufrecht

Ouagadougou - Nach der Machtübernahme des Militärs in Burkina Faso haben am Mittwoch mehrere westafrikanische Präsidenten dort auf eine rasche Rückkehr zu einer zivilen Regierung gedrungen. Neben dem senegalesischen Staatschef Macky Sall reisten auch seine Amtskollegen aus Nigeria und Ghana, Goodluck Jonathan und John Mahama, zu Gesprächen in die Hauptstadt Ouagadougou, berichtete der Radiosender Omega FM.

Im Mittelpunkt stand ein Treffen mit dem derzeitigen Machthaber Isaac Zida. Der Vizechef der Präsidentengarde hatte Ende vergangener Woche die Regierungsgeschäfte übernommen, nachdem Langzeit-Präsident Blaise Compaore nach tagelangen Massenprotesten der Bevölkerung zurückgetreten war. Zida hat bereits mehrfach versprochen eine Zivilregierung einzusetzen, nannte aber bisher keinen Zeitplan.

Die Afrikanische Union (AU) stellte Burkina Faso am Montag ein Ultimatum. Wenn nicht innerhalb von zwei Wochen eine zivile Regierung eingesetzt wird, drohen dem Land Sanktionen - darunter eine Aussetzung der Mitgliedschaft in der Staatengemeinschaft. (APA, 5.11.2014)

  • Der Place de la Nation in Ouagadougou nach dem Sturz des Präsidenten.
    foto: apa/epa/koula

    Der Place de la Nation in Ouagadougou nach dem Sturz des Präsidenten.

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