"Der Junge Siyar": Eine Reise, die keine Freiheit bringt 

5. November 2014, 17:15
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Gesellschaftsdrama des in Norwegen lebenden kurdischen Regisseurs Hisham Zaman

Seit dem Tod seines Vaters ist Siyar (Taher Abdullah Taher), selbst noch ein halbes Kind, das Oberhaupt seiner Familie im kurdischen Teil des Irak. Als seine ältere Schwester vor ih rer Verheiratung flieht, nimmt er ihre Verfolgung auf, um sie zu töten und die Familien ehre wiederherzustellen. Eine Reise, die ihn auf illegalen Routen über Berlin bis nach Nor wegen führt und die so manchen heilsamen Kulturschock für Siyar bereithält.

Hisham Zaman, in Norwegen lebender kurdischer Regisseur, erzählt in seinem Gesellschaftsdrama Der Junge Siyar / Før snøen faller relativ nüchtern und gemessenen Schrittes von einem eng geschnürten Korsett patriarchaler Traditionen, das Männern und Frauen keinen individuellen Handlungsspielraum lässt.

Außerdem starten: Jessica Hausners „schwarze romantische Komödie“ Amour fou und die schräge Ko mödie Plötzlich Gigolo / Fading Gigolo von und mit John Turturro und mit Woody Allen einmal wieder als Darsteller. Weiters kommen Christopher Nolans dreistündiges Weltraumfamiliendrama Interstellar und Tobias Moretti im weltlichen Familiendrama Hirngespinster. Weiters: die Rob-Reiner-Komödie Das grenzt an Liebe / And So It Goes mit Diane Keaton und Michael Douglas, die US-Horrorviecherei Zombiber/Zombea vers und der deutsche Kinderfilm Quatsch und die Nasenbär-Bande. (irr, DER STANDARD, 6.11.2014)

  • Gefangen in Traditionen: Taher Abdullah Taher als Titelheld im Drama .
    foto: dualfilm

    Gefangen in Traditionen: Taher Abdullah Taher
    als Titelheld im Drama .

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