Geringeres Budget 2015

4. November 2014, 16:48
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Trotz deutlich erhöhter Subventionen - Details des Programms 2015 durchgesickert

Salzburg - Das Budget für 2015 der Salzburger Festspiele ist deutlich verringert worden: Laut der zweiten Fassung des Haushaltsplanes sollen im kommenden Jahr nur noch 59,6 Millionen Euro ausgeben, 2014 waren es noch 64,7 Millionen Euro.

Obwohl das Gesamtbudget der Festspiele sinkt, steigen die Subventionen kräftig. Für die Festspiele 2015 gibt es 16 statt wie zuletzt 13,5 Mio. Euro von den gesetzlich festgeschriebenen Subventionsgebern Bund, Land, Stadt und Fremdenverkehrsförderungsfonds. Inhaltlich signalisierte das Kuratorium der Salzburger Festspiele am Dienstag laut Landeskorrespondenz (LK) "volle Zustimmung zum Festspiel-Programm 2015". Erwartungsgemäß ist der neue Geschäftsführer des österreichischen Bundestheaterverbandes, Günter Rhomberg, Nachfolger von Georg Springer als einer der Vertreter des Bundes im Festspielkuratorium.

Die Festspiele 2014 haben wirtschaftlich erfolgreich bilanziert. So wurden die budgetierten Karteneinnahmen um 2,3 Millionen Euro übertroffen, wie die LK veröffentlichte. "Besonders erfolgreich war die Oper, aber auch das Schauspiel und das Konzert haben die Erwartungen übererfüllt." Außerdem sei es gelungen, durch "strikte Budgetdisziplin und eine verbesserte Disposition mehr als 2,35 Millionen Euro der budgetierten Personalkosten einzusparen". Dies wurde vom Kuratorium besonders anerkannt. Das endgültige Bilanzergebnis werde allerdings erst zu Jahresende vorliegen und soll in einer Kuratoriumssitzung im Februar 2015 beschlossen werden.

"Figaro" und "Fidelio" neu

Laut Medienberichten ist indessen das Programm der Salzburger Festspiele 2015 durchgesickert: Auf der Homepage der Festspiele sollen zentrale Programmpunkte bereits veröffentlicht worden sein. Diese Informationen sind aktuell nicht öffentlich, die Festspiele kommentierten am Dienstag diese mögliche Panne nicht und verwiesen auf die Programm-Pressekonferenz übermorgen, Donnerstag.

Informationen des ORF-Salzburg und der Salzburger Nachrichten zufolge kommt die seit Jahren angekündigte Oper "Endspiel" von György Kurtag auch 2015 nicht. Stattdessen soll "Die Eroberung von Mexiko" von Wolfgang Rihm aufgeführt werden. Das Festspielmotto soll "Herrschen und Dienen, Macht und Ohnmacht, Unterdrückung und Aufbegehren" lauten. Darin werden Neuproduktionen wie Mozarts "Figaro" und Beethovens "Fidelio" verpackt. Zudem sollen die Produktionen "Norma", "Iphigenie en Tauride", "Il trovatore" sowie der "Rosenkavalier" wieder aufgenommen werden.

Im Schauspiel stehen demnach neben "Jedermann" Shakespeares "Komödie der Irrungen", Goethes "Clavigo" und "Mackie Messer - eine Salzburger Dreigroschenoper" als exklusive Neubearbeitung der "Dreigroschenoper" nach Brecht und Weill auf dem Programm. Die Ouverture spirituelle soll sich dem Hinduismus widmen. Auf zwei Jahre angelegt sei ein Zyklus "Die Wiener Philharmoniker und ihre Komponisten". Die Reihe "Salzburg contemporary" bietet Konzerte zum 90. Geburtstag von Pierre Boulez. (APA, 4.11.2014)

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