Ohne Keyboard und Maus, dafür mit 3-D-Scanner: HP stellt "PC der Zukunft" vor

3. November 2014, 13:11
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Mit "Sprout" sollen die Grenzen zwischen Realität und Virtuellem aufgelöst werden, verfügt über "Touch Mat" und 3D-Scanner

Wie interagieren Geräte mit ihrer Umgebung? Neben dem Thema künstlicher Intelligenz steht diese Frage momentan im Zentrum der Überlegungen von Herstellern. Einige setzen auf "Virtual Reality", versetzen den Nutzer also etwa mittels Datenbrille komplett in digitale Realitäten. "Augmented Reality" will wiederum digitale Zusatzinformationen zur aktuellen Umgebung liefern, etwa Google Glass. Für einige Beobachter ist aber vor allem die "Blended Reality" ein Konzept, das in nächster Zeit für Furore sorgen wird.

Realität und Virtuelles verschmelzen

Der Gerätehersteller HP hat nun mit dem "Sprout" einen neuen Computer vorgestellt, der "Blended Reality" zum Durchbruch verhelfen könnte. "Spektakulär" nennt etwa Business Insider die Funktionsweise des Geräts: Der "Sprout" verzichtet komplett auf konventionelle Eingabemethoden wie Maus, Keyboard oder Touchscreen. Stattdessen wird das Gerät mit einer "Touch Mat" ausgeliefert, auf der Nutzer tippen, Objekte verschieben oder zeichnen können.

Scanner, Projektor, Kamera

Zusätzlich verfügt der Sprout über den "Illuminator": Dabei handelt es sich um eine Geräteerweiterung, die über der Touch Mat angesiedelt ist und einen Scanner, einen Tiefensensor, eine hochauflösende Kamera sowie einen Projektor beinhaltet. Der Illuminator sorgt nun für die angesprochene "Verschmelzung" zwischen Realität und virtuellem Raum.

Objekte "hüpfen" in PC

Denn Nutzer können beliebige Objekte – etwa einen gefalteten Kranich oder einen Würfel – auf die Touch Mat legen, anschließend scannt der Illuminator das Objekt – und "transferiert" es in den Rechner. Anhand eines Beispielvideos macht HP auf die Möglichkeiten aufmerksam:

hp computers youtube channel

Regulärer Rechner

Der Sprout ist aber nicht nur eine Spielerei, sondern grundsätzlich ein regulärer Rechner, der auf Windows 8.1 läuft. Die Spezifikationen des Modells entsprechen, so Business Insider, einem üblichen Desktop-PC. Der Sprout soll bereits nächste Woche erscheinen, HP verlangt dafür 1.899 Dollar. Nächstes Jahr soll zusätzlich ein 3D-Drucker folgen, mit dem das Konzept der "Blended Reality" weiter vorangetrieben werden soll.

US-Medien voll des Lobes

Unter US-Techjournalisten gilt HPs neues Modell als "spektakulär", "innovativ" und "PC der Zukunft". Forbes schreibt etwa, dass Leonardo Da Vinci sich wohl für den Sprout als Arbeitsgerät entschieden hätte. Allerdings ist fraglich, ob HP als Marke die richtige Strahlkraft hat, um tatsächlich für eine Revolution am PC-Markt zu sorgen. Wie TechCrunch schreibt: "Stell dir vor, Apple hätte den Sprout als neuen iMac vorgestellt – die Welt stünde Kopf". (fsc, derStandard.at, 3.11.2014)

  • Eine "Touch Mat" ersetzt Maus und Keyboard, der "Illuminator" scannt Objekte.

    Eine "Touch Mat" ersetzt Maus und Keyboard, der "Illuminator" scannt Objekte.

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