"So verlieren wir in Finnland 0:12 oder 1:11"

3. November 2014, 12:53
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Vienna Capitals und Red Bull Salzburg in Champions Hockey League im Hohen Norden gefordert

Fast 2.000 Kilometer weit fliegen die Vienna Capitals und Red Bull Salzburg zu ihren Achtelfinal-Hinspielen der Champions Hockey League (CHL) in den Hohen Norden. Die Wiener treten am Dienstag (17.30 Uhr MEZ) in Finnland bei Oulun Kärpät an, die "Bullen" gastieren am gleichen Tag nur 160 Kilometer entfernt in Schweden bei Luleaa Hockey (20.05 Uhr).

Auf die zwei EBEL-Teams, die sich als Gruppensieger für die Runde der letzten 16 qualifiziert haben, warten die wohl schwierigsten Auswärtspartien der bisherigen Saison. Caps-Trainer Tom Pokel war nach der Generalprobe - einem mäßigen 2:1-Sieg beim Liga-Schlusslicht Ljubljana - überhaupt nicht zufrieden. "Ich habe den Jungs gesagt, dass wir bei gleicher Leistung 0:12 oder 1:11 in Oulu verlieren", meinte der verärgerte Coach am Sonntag.

Der Club aus Oulu, der nördlichsten Großstadt der EU, war 2013 Meister und rangiert aktuell nach fünf Siegen in Serie an vierter Stelle, nur drei Punkte hinter der Spitze. Die "Caps" bauen aber auf ihre Auswärtsstärke. Nur ein Match - in der CHL in Zürich - wurde in dieser Saison auf fremdem Eis verloren.

Studierte Gegner

Den Gegner Kärpät hat man genau studiert. "Ihre Stärke ist es, die neutrale Zone zu beherrschen und damit nur wenig Gegenstöße zuzulassen", erklärte Assistant Coach Phil Horsky. Mario Fischer, der als Jugendlicher vier Jahre im Norden gespielt hat, weiß, was auf sein Team zukommt. "Immerhin spielen wir gegen den finnischen Meister. Da ist hundertprozentige Bereitschaft bei jedem Wechsel notwendig."

Auch die Salzburger wollen sich auf der anderen Seite des bottnischen Meerbusens beim schwedischen Vize-Meister Luleaa HF eine gute Ausgangsposition für das Heimspiel am 11. November schaffen. Coach Daniel Ratushny kennt die Vorzüge der Schweden, er hat versucht, sein Team bestmöglich einzustellen. "Sie haben exzellente eisläuferische und technische Fähigkeiten und können daher vor allem in der Offensive jederzeit Akzente setzen. Wir müssen im eigenen Drittel sehr konzentriert agieren, denn Luleaa wird jeden Fehler eiskalt ausnutzen", sagte der ÖEHV-Nationalcoach.

Ungeachtet dieser Qualitäten des aktuell siebentplatzierten Gegners will der ÖEHV-Meister auf die eigenen Stärken setzen. "Wir wollen uns nicht zu sehr an unserem Gegner orientieren, sondern vielmehr unsere Taktik in diesen zwei Spielen durchziehen. Wir werden von der ersten Sekunde an bereit sein", betonte der Coach. Seine drei Assistenten im Nationalteam bereiten seit Montag den ÖEHV-Kader auf die Euro Ice-Hockey Challenge in Slowenien vor, Ratushny stößt am Mittwoch zur ÖEHV-Auswahl. (APA, 3.10.2014)

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