Google will Privatsphäre beim Datensammeln schützen

3. November 2014, 10:43
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Neues Open-Source-Projekt soll individuelle Zuordenbarkeit gesammelter Informationen verhindern

Googles Geschäftsmodell basiert darauf, möglichst viel über seine Nutzer zu wissen. Immerhin erzielt das Unternehmen den Großteil seiner Einnahmen über Werbung, und je besser diese angepasst ist, desto besser für das Geschäft. Dies bedeutet allerdings nicht, dass Google auch wirklich in allen Bereich immer alles wissen will, oftmals sind private Informationen schlicht nicht notwendig.

Rappor

So ist es etwa beim Sammeln von statistischen Informationen zur Softwarenutzung. Rund um den Browser Chrome hat Google nun ein neues Open-Source-Projekt namens Rappor entwickelt, das die Privatsphäre der Nutzer künftig besser schützen soll.

Ansatz

Die Idee dahinter: Die Software verfälscht gezielt einen großen Teil der von den Nutzern gelieferten Informationen. Dadurch ist es nicht mehr möglich, eine zuverlässige Aussgae über ein Einzelresultat zu treffen. In Summe reichen die übrig gebliebenen, echten Informationen aber immer noch dazu aus, um statistische Auffälligkeiten zu finden.

Einsatz

Google nutzt dies etwa, um zu überprüfen, welche Startseite die eigenen Nutzer gerade verwenden. Dies mit dem Ziel, Malware, die hier Modifikationen vornimmt, frühzeitig aufzuspüren. Angemerkt sei, dass Chrome solche Nutzungsdaten überhaupt nur dann sammelt, wenn die Nutzer dem explizit zugestimmt haben. Laut Google haben sich derzeit 14 Millionen User zu diesem Schritte entschlossen.

Beteiligung

Solche Feedback-Daten werden von vielen Unternehmen gesammelt, etwa auch um herauszufinden, wie gut Änderungen an der eigenen Software von den Nutzern angenommen werden. Das Sammeln privater Informationen ist dazu nicht notwendig. Insofern lädt Google andere Unternehmen dazu ein, selbst Rappor für ihre eigenen Projekte zu nutzen. (red, derStandard.at, 3.11.2014)

  • Viele Daten, die Unternehmen wie Google sammeln, sind vollkommen ohne individuelle Zuordenbarkeit nützlich.
    foto: francois lenoir / reuters

    Viele Daten, die Unternehmen wie Google sammeln, sind vollkommen ohne individuelle Zuordenbarkeit nützlich.

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