Bild nicht mehr verfügbar.

Experten halten eine Dividende oder einen Aktienrückkauf für angebracht.

Foto: Reuters/Michael Dalder

New York/Mountain View - Apple hat sich jahrelang geweigert, seine Rücklagen mit den Investoren zu teilen - musste dann aber mehr als 100 Mrd. Dollar (rund 80 Mrd. Euro) ausschütten. Jetzt haben die Finanzmärkte den Geldberg von Google in ihr Visier. Das Unternehmen gibt sich zurückhaltend.

Nach den Apple-Milliarden gerät auch das Vermögen von Google ins Blickfeld der Investoren. So brachte ein angesehener Analyst der Finanzfirma Bernstein Research am Wochenende eine Ausschüttung an die Anteilseigner ins Gespräch, wie das "Wall Street Journal" berichtete. Die Geldreserven von Google dürften bis Ende 2016 die Marke von 100 Mrd. Dollar überschreiten, prognostizierte demnach Bernstein-Experte Carlos Kirjner. Er halte deshalb eine Dividende oder einen Aktienrückkauf für angebracht.

Zuletzt hatte der Internet-Konzern über 60 Mrd. Dollar auf der hohen Kante. Ein Sprecher sagte der Zeitung, die Geldreserven seien wichtig für Google, um sich schnell bewegen zu können. Konzernchef Larry Page sagte in einem am Wochenende veröffentlichten Interview mit der "Financial Times", er wolle eine Reihe großer unabhängiger Geschäftsbereiche unter dem Google-Dach aufbauen, unter anderem für Gesundheit und Heimvernetzung.

In den vergangenen Jahren hatten sich die Investoren zunächst auf den riesigen Geldberg von Apple konzentriert. Der iPhone-Konzern ist inzwischen dabei, mehr als 100 Mrd. Dollar über Dividenden und Aktienrückkäufe auszuschütten. Die Geldreserven gingen dadurch zuletzt etwas zurück, liegen aber immer noch bei 155 Mrd. Dollar. (APA, 3.11.2014)