Bluttat in Klagenfurt: Opfer mit drei Schüssen getötet 

3. November 2014, 16:11
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Mutmaßlicher Täter Montagnachmittag noch immer auf der Flucht - 50-Jähriger hat Waffenbesitzkarte - 53-Jähriger vermutlich mit Faustfeuerwaffe erschossen

Klagenfurt - Der 53 Jahre alte Mann, der am Sonntag auf einem Parkplatz in Klagenfurt erschossen worden ist, ist durch drei Schüsse getötet worden. Das ergab die von der Staatsanwalt Klagenfurt angeordnete Obduktion des Leichnams, sagte Polizeisprecher Rainer Dionisio. Der mutmaßliche Täter - ein 50 Jahre alter Mann aus dem Bezirk Feldkirchen - war Montagnachmittag noch immer auf der Flucht.

"Wir fahnden mit allen Ressourcen nach dem Mann", sagte Dionisio. Ob alle drei auf das Opfer abgefeuerten Schüsse für sich tödlich gewesen waren, konnte der Polizeisprecher nicht sagen: "Wir gehen aber davon aus, dass er sofort tot war." Der mutmaßliche Täter hat jedenfalls eine Waffenbesitzkarte, entgegen anderslautenden Spekulationen ist er allerdings kein Jäger. Womit er auf sein Opfer gefeuert hatte, war vorerst noch nicht ganz. "Wir gehen von einer Faustfeuerwaffe aus", erklärte Dionisio.

Suche per Hubschrauber

Am Nachmittag wurde auch per Hubschrauber nach dem bewaffneten Flüchtigen gefahndet. Die Suche konzentrierte sich auf die Bezirke Klagenfurt Land und Feldkirchen sowie das Stadtgebiet von Klagenfurt. Möglicherweise ist der von der Polizei als "sehr gefährlich" eingestufte Verdächtige mit einem gestohlenen, weißen Pkw der Marke "Suzuki Splash" mit Klagenfurter Kennzeichen unterwegs. Die Polizei hatte bereits am Vormittag ein Fahndungsfoto des Mannes veröffentlicht.

Beziehungsdrama wird vermutet

Der 50-Jährige wird verdächtigt, Sonntagnachmittag seinen 53 Jahre alten Nebenbuhler auf dem Parkplatz vor dem Schloss Mageregg in dessen Auto erschossen zu haben. Daraufhin soll er in einem BMW X3 mit Feldkirchner Kennzeichen geflüchtet sein. Das vermeintliche Fluchtauto wurde noch am Abend von der Sondereinheit Cobra sichergestellt, der 50-Jährige war aber verschwunden. Hintergrund der Tat soll ein Beziehungsdrama gewesen sein. (APA, 2.11.2014)

  • Polizei und Spurensicherung am Sonntag am Tatort.
    foto: apa/gert eggenberger

    Polizei und Spurensicherung am Sonntag am Tatort.

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