22 Tote bei Überfall auf Polizeikonvoi im Norden Kenias

2. November 2014, 12:23
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Stammeskämpfer sollen Opfern am Turkana-See aufgelauert haben


Nairobi - Bei einem Angriff auf einen Polizeikonvoi im Norden Kenias sind 20 Polizisten und zwei Zivilisten getötet worden. Zwölf zunächst vermisst gemeldete Beamte wurden am Sonntag von der Polizei für tot erklärt. Demnach waren sie und ihre Kollegen in der Nacht auf Samstag in der verarmten Region um den Turkana-See Opfer eines Hinterhalts durch örtliche Stammeskämpfer geworden.

Polizeisprecher Masound Mwinyi vermutete hinter der Tat einen örtlichen Stamm. Wie ein weiterer Polizeivertreter berichtete, war der Konvoi während eines Sicherheitseinsatzes angegriffen und eines der drei Fahrzeuge in Brand gesetzt worden.

Stammesfehden

In dem Gebiet gibt es regelmäßig blutige Auseinandersetzungen zwischen Stämmen um die immer knapper werdenden Wasserressourcen und Weideland. Die schlecht ausgerüstete Polizei hat der Gewalt nur wenig entgegenzusetzen, zumal die Stämme zunehmend mit illegalen Waffen aufrüsten.

Nach dem Überfall schickte die Polizei Verstärkung in die Region. Nach Angaben aus dem Umfeld der Präsidentschaft begab sich auch Staatschef Uhuru Kenyatta in Begleitung seines Innenministers Joseph Ole Lenku zum Tatort. (APA, 2.11.2014)

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