Börsengang von Rocket Internet fiel im Nachhinein kleiner aus

2. November 2014, 10:46
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Wegen Kursrutschs nur 1,4 statt 1,6 Milliarden Euro eingesammelt

Der Börsengang von Rocket Internet fällt im Nachhinein eine Nummer kleiner aus. Wegen des Kursrutschs nach dem Börsengang nimmt die Berliner Start-up-Holding statt 1,6 Mrd. nur 1,4 Mrd. Euro ein, wie RocketInternet in der Nacht zum Samstag mitteilte. Die Investmentbank Berenberg verwendete den größten Teil der Platzierungsreserve (Greenshoe) dazu, mit Aktienkäufen den Kurs zu stützen.

Preis

Die Stützkäufe hatten Erfolg: Am Freitag schlossen die Rocket-Internet-Aktien mit 42,50 Euro genau auf dem Preis, zu dem sie Anfang Oktober ausgegeben worden waren. Zwischenzeitlich waren sie um bis zu 25 Prozent abgestürzt.

Für die Mehrzuteilungsoption waren wegen der Stützungskäufe letztlich nur noch 87.000 von 3,7 Millionen Aktien übrig. Damit verliert Rocket Internet die Position als größter Börsengang in Deutschland seit Tognum im Jahr 2007. Mit 1,45 Mrd. Euro hatte Telefonica Deutschland (O2) vor zwei Jahren etwas mehr eingesammelt als Rocket.

Platzierung

Auch beim Online-Modehändler Zalando musste die Investmentbank Morgan Stanley den Kurs in den ersten Wochen massiv stützen, so stark, dass die Platzierungsreserve am Ende vollständig aufgebraucht war. Die Aktie lag am Freitagabend mit 18,50 Euro dennoch 14 Prozent unter dem Ausgabepreis. Der Internet-Modehändler nimmt ohne die Mehrzuteilung statt 605 Mio. nur 526 Mio. Euro mit dem Börsengang ein. (APA, 2.11.2014)

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