IS: Dutzende Menschen bei Massenexekution im Westirak getötet

2. November 2014, 10:31
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Auch Frauen und Kinder unter den Opfern

Bagdad - Kämpfer der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) haben in der westirakischen Provinz Anbar nach Angaben eines Stammesführers dutzende Angehörige der sunnitischen Albu-Nimr-Gruppe getötet. Bei der Massenhinrichtung seien in der Nacht auf Sonntag 40 Männer, sechs Frauen und vier Kinder aufgereiht und umgebracht worden, berichtete die Nachrichtenagentur AP. Die irakische Nachrichtenseite "Al-Sumaria News" spricht von 67 Opfern, diese Zahl nannte auch eine irakische Sicherheitsbeamtin aus der Region am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Innerhalb der vergangenen drei Tage soll der IS laut "Al-Sumaria" 200 Albu-Nimr-Angehörige hingerichtet haben. Der Stamm gehört zu den Verbündeten der irakischen Regierung im Kampf gegen die IS-Jihadisten. Nach Angaben von "Al-Sumaria" hält der IS noch rund 125 Mitglieder nördlich der Provinzstadt Ramadi als Geiseln.

Die westlich der Hauptstadt Bagdad gelegene Provinz Anbar gehört seit dem Beginn des Eroberungszuges der Jihadisten im Juni zu den am härtesten umkämpften Gebieten des Iraks. (APA/red, derStandard.at, 2.11.2014)

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